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08:45 22 August 2019
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    US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump

    Donald der „Unangreifbare“: Trump darf doch nach Großbritannien

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    Politik
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    Donald Trump darf weiterhin nach Großbritannien einreisen. Die Forderung der Bürger nach einem Einreiseverbot für den US-Präsidentschaftskandidaten wegen seiner anti-islamischen Äußerungen ist im britischen Unterhaus gescheitert.

    Trump hatte unter anderem ein Einreiseverbot für Muslime in die USA gefordert und behauptet, in London seien einige Migrantenviertel derart radikalisiert, dass dort selbst Polizisten um ihr Leben fürchten müssten.

    Diese Aussagen des 69-jährigen Milliardärs kamen in Großbritannien nicht gut an. Mehr als 570.000 Briten unterzeichneten eine Petition mit der Forderung eines Einreiseverbots für Trump, der als US-Präsidentenkandidat bei den Republikanern weit vorne liegt. Gemäß dem britischem Recht wird eine Unterhaus-Debatte in Gang gesetzt, sobald eine Petition mehr als 100.000 Unterschriften bekommen hat.

    Die Debatte im britischen Unterhaus dauerte drei Stunden und war recht heiß: Alle Fraktionen verurteilten Trump scharf, aber einem Einreiseverbot wollten sich nur wenige anschließen. Am Ende fand die Abstimmung gar nicht statt. Auch der britische Premierminister David Cameron, dem die endgültige Entscheidung überlassen ist, sprach sich gegen ein Einreiseverbot für Trump aus.

    Trump, der sein Kapital in der Immobilien- und Entertainmentbranche gemacht hat, verfolgt auch geschäftliche Interessen im Vereinigten Königreich. Mit Blick auf ein möglicherweise drohendes Einreiseverbot  hatte er bereits im Dezember gedroht, die geplanten Investitionen in Höhe von 700 Millionen Pfund in den Bau von Golf-Plätzen in Schottland auf Eis zu legen.

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    Tags:
    US-Präsidentschaftswahl 2016, Einreiseverbot, Donald Trump, Großbritannien, USA