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    IWF-Chefin: Migrationskrise bedroht Schengen-Raum

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    Während ihres Auftritts beim Weltwirtschaftsforum in Davos, hat die Direktorin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, sich besorgt über die Flüchtlingskrise in Europa geäußert.

    „Meiner persönlichen Meinung nach hat die Migrationskrise uns zu einem entscheidenden Moment bewegt“, wird Lagarde von der Agentur France Press zitiert. Zudem sei die Krise eine Bedrohung für den Schengen-Raum, so die IWF-Chefin.

    Am Freitag hatte Christine Lagarde mitgeteilt, dass sie erneut für das Spitzenamt beim Internationalen Währungsfonds (IWF) kandidieren möchte. „Ja, ich bin Kandidatin für eine zweite Amtszeit“, sagte sie dem TV-Sender France 2 in Davos.

    Zuvor hatte der Pressedienst des Internationalen Währungsfonds mitgeteilt, dass in nächster Zeit bis zu 12 Millionen Syrer zu Flüchtlingen werden könnten, die sich entweder als Binnenflüchtlinge innerhalb des Landes aufhalten, sich in ihre Nachbarländer begeben oder auch nach Europa auswandern würden.

    Laut Medienberichten sind bis Dezember bereits rund 965.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Von Januar bis Oktober 2015 sind laut der EU-Grenzschutzagentur Frontex etwa 1,2 Millionen Migranten in die EU-Länder eingereist. Experten zufolge handelt es sich um die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg.

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    Tags:
    Flüchtlingskrise, Schengen-Zone, IWF, Christine Lagarde, Davos