12:10 16 Dezember 2017
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    Der britische Premier David Cameron

    EU in die Enge getrieben: „Schmutziger Kampf unvermeidbar“

    © REUTERS/ Yves Herman
    Politik
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    Die EU hat immer versucht, alles zu kontrollieren, und wenn das nicht möglich war, wurde es ignoriert. Jetzt scheint diese Strategie an der Panik angesichts der Flüchtlingskrise und dem möglichen Austritt Großbritanniens zu scheitern.

    Europa sei derzeit von Debatten gespalten, wie man die Flüchtlingskrise bewältigen sollte. Immer öfter werde die Meinung geäußert, die Politik der offenen Grenzen sei zu Ende, und das werfe jetzt die Frage auf, ob die EU dies überleben wird. Darüber hinaus rücke ein neuer wirtschaftlicher Abschwung immer näher, und laut dem Autor sieht es für Europas Zukunft ziemlich düster aus.

    Noch sei unbekannt, ob diese Faktoren den Austritt von Großbritannien wahrscheinlicher machen. Eins sei aber klar: Auch wenn die EU die Migrationskrise überstehen sollte, wird sie den britischen Austritt nicht überleben.

    Die Forderungen der Briten bereiteten Europa weiter Kopfschmerzen. Zugleich hoffe der britische Premier David Cameron, die mögliche Umkehr in der europäischen Flüchtlingspolitik als eigenen Triumph gegenüber seinen Wählern zu verkaufen und sie damit vom Verbleib in der EU zu überzeugen. Dies wäre ein gewaltiger Betrug, denn Europa werde immer Flüchtlinge aufnehmen, und Großbritannien werde diese Bürde mitschultern müssen. Die Briten seien vor allem deswegen wütend, weil Europa ihnen seinen Willen diktieren will, so „The Daily Telegraph“.

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    Tags:
    Flüchtlingskrise, Austritt, David Cameron, Europa, Großbritannien
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