06:40 14 November 2019
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    Deutsche Polizei in Berlin

    Mutmaßlicher Missbrauch an 13-Jähriger in Berlin: Lawrow hofft auf Gerechtigkeit

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    Fall Lisa (15)
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    Sergej Lawrow erwartet, dass die deutschen Ermittlungsbehörden im Fall des 13-jährigen Mädchens, das in Berlin vermutlich Opfer sexuellen Missbrauchs wurde, Gerechtigkeit walten lassen. Für den russischen Außenminister ist „absolut klar, dass das Mädchen nicht freiwillig für 30 Stunden verschwunden war.“

    Auf einer Pressekonferenz in Moskau sprach Lawrow am Dienstag die Hoffnung aus, dass die Verbrechen, die in Deutschland mit dem Migrantenzustrom in Verbindung gebracht werden, nicht unbemerkt bleiben würden.

    „Ich hoffe sehr, dass es keine Wiederholung der Fälle geben wird, wie den mit unserem Mädchen Lisa, dessen Verschwinden aus irgendeinem Grund sehr lange verschwiegen wurde“, sagte Lawrow. Die russische Botschaft stehe mit dem Anwalt der betroffenen Familie in Kontakt. „Es ist absolut klar, dass das Mädchen nicht freiwillig für 30 Stunden verschwunden war“, so der Außenminister auf der Pressekonferenz zu den Ergebnissen der russischen Außenpolitik 2015.

    „Ich denke, hier müssen Wahrheit und Gerechtigkeit triumphieren“, so Lawrow weiter. Ich hoffe, dass die Migrationsprobleme nicht zu Versuchen führen werden, aus innerpolitischen Gründen die Realität politisch korrekt zu retuschieren. Das wäre falsch.“

    Die 13-jährige Lisa aus einer deutsch-russischen Familie war am 11. Januar als vermisst gemeldet worden. Am Tag darauf wurde sie auf der Straße aufgefunden. Familienangehörige berichteten dem russischen Fernsehen, das Kind sei von drei Migranten entführt und mehrfach vergewaltigt worden. Nach Darstellung der Polizei hat es weder Entführung noch Vergewaltigung gegeben. Der Anwalt Roman Igler, der die Interessen der Familie vertritt, sagte der Berliner Zeitung: „Als die Tochter wieder zu Hause war, hatte sie starke Hämatome am Körper (…) Wir wissen nur: Das Kind war 30 Stunden in den Händen von Personen, die es misshandelt haben.“ Unterdessen hat die Staatsanwaltschaft den Fall übernommen.

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    Sergej Lawrow, Berlin, Deutschland, Russland