05:32 23 Juni 2017
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    Bundeskanzlerin Angel Merkel

    Merkels Größenwahn bringt Europa „schmerzhafte Nebenwirkungen“ - Medien

    © AFP 2017/ Roberto Schmidt
    Politik
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    Der Wunsch der Bundeskanzlerin Angela Merkel, europäische Entscheidungen eigenmächtig zu treffen, ist nichts anderes, als humanistisch verzierter Größenwahn, für den Europa mehrere Jahrzehnte zahlen muss, schreibt das Portal Deutsche Wirtschafts Nachrichten.

    Merkel will dem Autor zufolge so viel wie möglich Flüchtlinge aufnehmen, habe aber nicht vor, dies mit einem politischen Programm zur Lösung der real entstehenden Probleme zu untermauern. Der nicht nachlassende Zuzug von Flüchtlingen mache Merkels Asylpolitik zu einer Sisyphusarbeit und beweise, dass die Staaten mit den ihnen aufgeladenen Aufgaben nicht fertigwerden. In ganz Europa würden Beamte, menschliche und materielle Ressourcen in einem Umfang eingesetzt, von dem die Bundesregierung anscheinend keine Ahnung habe, betont der Autor.

    Merkel sehe in der Integration der Migranten einen weiteren Punkt auf der Liste, den sie erfüllen muss, um ihr Image in den Augen der Weltgemeinschaft zu erhöhen. Integration sei aber ein zweiseitiger Prozess, der Geduld, Verständnis und Bemühungen beider Seiten voraussetze – allein der Wunsch der Kanzlerin reiche da nicht aus.

    Viele der Befürworter einer grenzenlosen Zuwanderung andererseits sind laut dem Autor sozial abgesicherte Oberschichtbürger, die sich von abstrakten humanistischen Ideen leiten lassen. Das Problem berühre sie selber kaum und verlange ihnen keinerlei Opfer ab. Deshalb falle es ihnen so leicht zu sagen, Europäer sollten für die Rettung der Flüchtlinge den Gürtel enger schnallen.

    Aber der andere Teil der Bevölkerung, in die die Migranten dann „integriert“ werden müssten, werde am meisten getroffen. Dabei haben die unteren Schichten fast keine Wahl mehr. Denn Jeder, der sich gegen die unbegrenzte Aufnahme von Migranten entsetzt, werde gleich der Fremdenfeindlichkeit bezichtigt. Im Endeffekt bleibt den Bürgern nur ein Ausweg – die Geschehnisse durch die Rosa-Brille der Kanzlerin zu sehen und nicht darüber nachdenken, ob die Fehler der europäischen Politiker nicht noch mindestens 20 Jahre schmerzhafte „Nebenwirkungen“ mit sich bringen werden, schlussfolgert der Autor.

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    Tags:
    Migranten, Angela Merkel, Europa, Deutschland
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