15:25 12 Dezember 2019
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    Flüchtlingsheim in Kopenhagen

    Menschenrechtler: Konfiskationen bei Migranten entsprechen neuer EU-Strategie

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    Der Vorschlag der dänischen Regierung, Wertsachen von Flüchtlingen bei der Einreise zu beschlagnahmen, entspricht der neuen verschärften Strategie von vielen EU-Ländern, wie der Chef des dänischen Instituts für Menschenrechte, Jonas Christoffersen, in einem Sputnik-Interview sagte.

    „Die EU-Staaten begannen einen Wettbewerb, wer die Einschränkungen härter macht, um die Migranten von Asylansprüchen in ihren Ländern abzuhalten“, so Christoffersen. 

    Am heutigen Dienstag soll in Dänemark über ein neues Gesetzt abgestimmt werden, das erlauben soll, die Wertsachen von Flüchtlingen im Gesamtwert von mehr als 10 000 dänischen Kronen (umgerechnet rund 1 500 US-Dollar) zu beschlagnahmen, um damit ihren Aufenthalt im Land zu finanzieren.

    „Dänemark verschärft seine Gesetze, Schweden hat zahlreiche Änderungen vorgeschlagen, Norwegen hat vor kurzem 40 Einschränkungen eingeführt, einige davon sind sogar härter als in Dänemark“, sagte Christoffersen.

    Am vergangenen Montag sprach sich auch die norwegische rechte Fortschrittspartei für ähnliche Anti-Migranten-Maßnahmen aus. Beschlagnahmt werden sollen Wertsachen im Wert von ebenfalls 10 000 Kronen. 

     

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    Tags:
    Migranten, EU, Jonas Christoffersen, Dänemark