10:00 18 Dezember 2017
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    USA und EU brauchen Moskau: Bereitschaft zu Sanktionsmilderung steigt

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    Politik
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    Die Zuspitzung der geopolitischen Krisen – von Syrien bis Libyen – zwingt die Völkergemeinschaft, die im Zuge der Ukraine-Krise gegen Russland verhängten Sanktionen zu revidieren, wie die US-Agentur Bloomberg schreibt.

    Damit könne Russlands Präsident Wladimir Putin als „ein besonders einflussreicher diplomatischer Akteur“ in der Person gewonnen werden, so das Medium.     

    Wie es in der Mitteilung heißt, würden in letzter Zeit viele ranghohe US-und EU-Beamte empfehlen, „sich in Reichweite Russlands aufzuhalten“. 

    „In letzter Zeit haben sich klare Signale für eine gewisse Friedfertigkeit abgezeichnet. Es sieht so aus, als ob alle Seiten die Idee zur Regelung der jetzigen geopolitischen Unordnung immer mehr förderten“, zitierte die Agentur den Commerzbank-Experten für Entwicklungsmärkte, Simon Quijano-Evans.  

    Zugleich würde Russland laut Bloomberg niemals aus dem Verhandlungsprozess zu globalen internationalen Problemen ausgeschlossen, weil Europa langjährige Wirtschaftsbeziehungen zu Moskau unterhalte und spürbare Verluste durch die diplomatische Krise erleide.

    Außerdem hat die Syrien-Krise die Ukraine-Problematik von der Tagesordnung der europäischen Länder verdrängt, denn die EU wird täglich mit „Horden von Migranten“ aus Syrien konfrontiert. 

    „Die Ukraine-Krise ist nicht mehr der einzige entscheidende Faktor für die Politiker“, konstatiert Bloomberg. 

    Selbst die USA bemühten sich, „die mit den Sanktionen unzufriedenen europäischen Partner zu beruhigen“ und signalisierten eine mögliche Milderung bei den einschränkenden Maßnahmen. 

    „Kerry hält die Aufhebung der Russland-Sanktionen für möglich, Russland muss aber in Ukraine- und Syrien-Frage zusammenarbeiten“, meint Marc Katz, Professor für Staatsverwaltung und Politologie an der George-Mason-Universität.

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten sich wegen der Ukraine-Krise verschlechtert. Die EU und die USA gingen von Einzelsanktionen gegen Privatpersonen und Unternehmen zu Strafmaßnahmen gegen ganze Sektoren der russischen Wirtschaft über. Im Gegenzug erließ Russland ein Einfuhrverbot für Lebensmittel aus den Ländern, die Sanktionen gegen Russland verhängt hatten – die USA, die EU-Länder, Kanada, Australien und Norwegen.

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    Tags:
    Sanktionen, EU, Bloomberg, Marc Katz, Simon Quijano-Evans, Wladimir Putin, Libyen, Ukraine, Syrien, Norwegen, Australien, Kanada, Europa, USA, Russland
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