12:11 28 März 2017
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    Vermutliche IS-Trainingslager in EU: „Völkermigration und sozialer Wandel“

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    Terrorgefahr in Europa (2016) (232)
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    Während europäische Experten Trainingslager des „Islamischen Staates“ in der EU wittern, machen russische Experten auf Radikale aus der Balkanregion aufmerksam und bezweifeln Europas Fähigkeit, den Terrorismus auszurotten.

    „Die Statistik in Bezug auf die europäischen Länder, aus denen Terroristen kommen, ist nicht präzise. Verschiedene Studien liefern sehr unterschiedliche Zahlen“, sagte die russische Analystin Jewgenia Gwosdewa in einem Gespräch mit der Onlinezeitung gazeta.ru. 

    In der laufenden Woche hatte der Sender CBS die Ergebnisse einer ICSR-Studie veröffentlicht. Demnach kommen rund ein Fünftel aller Terroristen des „Islamischen Staates“ (IS) aus Westeuropa. Der Zustrom aus Belgien soll besonders aktiv sein. Auf den Plätzen zwei bis fünf rangieren Dänemark, Schweden, Frankreich und Österreich.

    Auf die zunehmende Terrorgefahr in Europa weist auch die europäische Polizeibehörde Europol in ihrem jüngsten Bericht hin. Neben Trainingslagern in Syrien gebe es kleinere Lager in der EU und in Balkanländern. Die IS-Anwerber seien dabei, die Newcomer zu testen, um deren Kampfausbildung und Zielstrebigkeit zu prüfen, zitiert gazeta.ru aus dem Bericht. 

    Gwosdewa kommentierte, der IS brauche zwar Trainingslager, um seine neuen Kämpfer auszubilden, aber nicht unbedingt in Europa: „Für jene Terrorzellen, die in der EU bereits funktionieren, wären die Trainingslager gefährlich, denn sie ließen sich ziemlich leicht orten.“

    Im Jahr 2013 hatten Medienberichte für Aufregung gesorgt, laut denen ein terroristisches Trainingslager in den Ardennen eingerichtet worden sein soll. Eine offizielle Bestätigung für diese Angaben liege jedoch nicht vor, so Gwosdewa. Seit Ende 2014 wurden allerdings mehrere Terrorzellen bei Razzien in Belgien aufgedeckt. Sie hatten Verbindungen zum IS und untereinander. Auch der mittlerweile getötete mutmaßliche Planer der Pariser Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, war belgischer Staatsbürger.

    Alexej Malaschenko, Experte des Carnegie Moscow Center, sagte, als Quelle der möglichen Terrorgefahr seien vor allem die Balkanländer ins Visier zu nehmen. Wegen zahlreicher Sicherheitsprobleme sei es in diesen Ländern leichter, Trainingslager einzurichten.

    Obwohl Bosnien-Herzegowina, Albanien und das Kosovo in Europa liegen, sind sie keine EU-Mitglieder. „Unmittelbar in der EU richten Radikale vom Balkan keine Lager ein, sondern beschäftigen sich hauptsächlich mit der Anwerbung. Es gibt Hinweise auf aktive Zellen albanischer Anwerber in Italien“, sagte Gwosdewa.

    Generell ist Malaschenko der Meinung, die EU sei beim besten Willen nicht in der Lage, die zunehmende Terrorgefahr zu stoppen: „Wir sprechen ja von einem geschichtlichen Vorgang, der mit einer Völkermigration und mit einem sozialen Wandel zusammenhängt. Europa hat schon vieles versucht: Assimilation, Anpassung, Multikulturalismus. Letztendlich müssen wir uns jedoch mit dem Gedanken abfinden, dass wir leider mit dem Terrorismus häufiger zu tun haben werden.“ Zwar lasse sich der Terrorismus durch gewisse politische Methoden dämpfen, doch seine vollständige Ausrottung erscheine heute kaum möglich, hieß es.

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    Tags:
    Terrormiliz Daesh, Jewgenia Gwosdewa, Europa
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    Alle Kommentare

    • Wie soll die EU das stoppen... Die Geburtsstätte des IS ist EU/USA.. USA Finanziert den IS für billig ÖL durch Saudi Arabien und Türkei.. ganz einfach... EU-Politiker sind feiglinge die beugen sich den USV bis zu den füssen, mehr nicht.....
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      mr. scotty, komisch, überall wo die USA und ihr militärischer Arm in Europa, die NATO, "Frieden", "Freiheit", "Demokratie" und "Menschenrechte" hingebombt haben, blüht der Terrorismus. Soll es da einen Zusammenhang geben? Ich glaube nicht. Denkt an die Worte des verblichenen ehemaligen deutschen Kriegsminister, Herrn Dr. Struck: "Wir verteidigen die Freiheit Deutschlands auch am Hintern- kusch- pardon- Hindukusch."
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      rex2zwei
      Trainingslager in der EU machen Sinn, wenn man die Kämpfer schon für die Umgebung ihres späteren Einsatzes ausbildet. Da kann man gleich testen, wie unauffällig sich die Kämpfer in der Gesellschaft bewegen.
    • Norbert the Braque
      EU erzeugt jetzt Chaos, Terror hier und keiner achtet mehr auf TTIP, CETA, Krieg und was es sonst noch so gibt. Bahnhöfe sind so gut wie außer Kontrolle :/
    • Никита
      Der fehlende Part:
      Etwa 2000 Russen kämpfen nach Angaben der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) an der Seite der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak. Dies gehe aus Erkenntnissen der Geheimdienste hervor, sagte der Leiter des Anti-Terror-Zentrums der GUS, Andrej Nowikow, der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

      Einige Experten gingen sogar von bis zu 5000 Russen in den Kampfgebieten aus. Die Rückkehr dieser Kämpfer werde die Lage in den Ländern der GUS verschärfen, sagte Nowikow.

      Ps: in Syrien und Irak kämpfen ca. 184 Dschihadisten aus Belgien

      Da will uns Sputnik mal wieder ordentlich verschaukeln ;-)
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      Thomas
      Die Situation in Syrien, und die harten menschenunwürdigen Bedingungen auf den Flüchtlingsruten lassen Menschen nicht das werden, was sie eigentlich sein sollen. Hier gibt es viele Streßpunkte für die Betroffenen, welche oft antagonistische Einstellungen fördern können. Das muss nicht sein. Mit menschlicher Zuwendung und Humanität ist dem Terror, der Hass als Grundlage hat, der Nährboden entzogen.
    • Mutti Ferkel hätte lieber eigene Kinder haben sollen ,dann hätte sie jetzt wahrscheinlich nicht das Bedürfnisse die Terrorbrut zu hätscheln. Ja die Natur hat sich da schon etwas dabei gedacht ,wer Kinder bekommen sollte und wer lieber nicht.
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