Widgets Magazine
12:47 19 Oktober 2019
SNA Radio
    Kurdische Frau in der Südosttürkei

    Türkische Abgeordnete treten wegen Sonderoperation gegen Kurden in Hungerstreik

    © AFP 2019 / ILYAS AKENGIN
    Politik
    Zum Kurzlink
    4646
    Abonnieren

    Türkische Parlamentarier schlagen mit einem Hungerstreik Alarm: Die Armee und Sicherheitskräfte setzen die Sonderoperation gegen die Kurdische Arbeiterpartei PKK im Südosten des Landes fort. In der Stadt Cizre sind laut Berichten seit dem 23. Januar 20 verwundete Menschen in einem Keller eingeschlossen, teilte der Fernsehender RT am Montag mit.

    Nach einigen Angaben lassen die Behörden keine Krankenwagen zu den Verletzten durch und nehmen die Gegend unter massiven Beschuss. Daher könnten die Menschen nicht aus dem Versteck herauskommen. Laut einem Parlamentsmitglied verwehrt Ankara den eingeschlossenen Kurden ärztliche Hilfe.

    Aus Protest dagegen sind drei Abgeordnete der Demokratischen Partei der Völker in den Hungerstreik getreten. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan weist die Vorwürfe der unterlassenen Hilfeleistung allerdings zurück. Er beschuldigte die protestierenden Parlamentarier, sie würden die Terroristen ermutigen.

    Laut dem Abgeordneten der Partei Hischjar Ozsoy sind inzwischen sieben Menschen in dem Keller ums Leben gekommen, weil sie keine ärztliche Hilfe bekommen konnten. Vor kurzem habe es noch zu den Verwundeten Kontakt gegeben, jetzt sei diese Verbindung aber abgebrochen. Die Lage im Südosten des Landes verschärfe sich weiter.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Moskau: Türkische Unterdrückungspolitik gegen Kurden fordert zivile Opfer
    Kampf gegen Kurden: Türkei nimmt erneut russische Militärjets ins Visier
    Russland und USA einig: Genfer Syrien-Gespräche ohne Kurden aussichtslos
    Genfer Syrien-Gespräche werden ohne Kurden abgehalten
    Tags:
    Parlament, Hungerstreik, Demokratische Partei der Völker, Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), Recep Tayyip Erdogan, Ankara, Türkei