21:58 16 November 2019
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    Kreml: Keine Verschwörung hinter Treffen zwischen Putin und Seehofer

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    In dem Treffen zwischen Wladimir Putin und Bayerns Regierungschef Horst Seehofer sollte man laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow „nicht nach einer Verschwörung suchen“.

    „Dies ist ein recht wichtiges Treffen in Fortsetzung des Dialogs mit deutschen Partnern“, sagte er am Mittwoch vor Journalisten. „Natürlich mit einem Schwerpunkt auf die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen, die trotz der beachtlichen Rückschläge dennoch natürlich von überaus großer Bedeutung für Russland sind, darunter aber auch für die Teilnehmer der außenwirtschaftlichen Tätigkeit auf der Seite der Bundesrepublik Deutschland“, betonte Peskow.

    Darauf angesprochen, ob die Position des bayerischen Ministerpräsidenten Russland näher ist als die Haltung der Bundeskanzlerin Angela Merkel, erwiderte der Pressesekretär des Präsidenten Russlands: „Die Position derjenigen, die es für notwendig halten, die Sanktionspolitik möglichst schnell aufzugeben, ist dem Kreml natürlich näher als die Position derjenigen, die sich für einen weiteren Austausch von Sanktionen einsetzen.“ 

    Es wäre aber fehl am Platze, hier „nach Verschwörungen und irgendwelchen Vorhaben zu suchen“, fügte er hinzu. „Es handelt sich eben um einen Dialog mit dem Regierungschef einer der führenden und wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands.“

    Trotz des substantiellen Rückgangs des Warenumsatzes bestehen zwischen Russland und Bayern weiterhin recht umfangreiche Beziehungen in Handel und Wirtschaft, sagte Peskow.

    Im Vorfeld des Moskau-Besuchs hatte sich Seehofer für eine möglichst baldige Aufhebung der Sanktionen ausgesprochen.

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    Tags:
    Flüchtlingskrise, Beziehungen, Sanktionen, Treffen, Horst Seehofer, Wladimir Putin, Bayern, Russland