12:16 09 Dezember 2019
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    NATO rechtfertigt ihre Existenz: Russlands Atom-Übungen im Propaganda-Szenario

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    Die angeblichen russischen Simulationen eines Atomangriffes gegen die Nato und Schweden, die Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg in seinem jüngsten Bericht erwähnte, sind Teil einer aggressiven Propaganda, die zeigen soll, dass die Allianz immer noch gebraucht wird, wie der ständige Russland-Vertreter bei der NATO, Alexander Gluschko, sagte.

    „Bei der Suchkampagne nach russischen U-Booten in schwedischen Gewässern hat es offensichtlich ausgehakt, man braucht jetzt neue Geschichten“, sagte Gluschko. „Solche ‚Einwürfe‘ sind bereits zur Tradition geworden, besonders vor Nato-Sitzungen auf hoher Ebene, aktuell vor einem Treffen der Verteidigungsminister der Allianz“, so der Diplomat. 

    Diese propagandistische Kampagne solle den Kurs zur Wiederherstellung des „Eisernen Vorhangs“ in Europa sowie die Bemühungen der Nato-Mitglieder um militärische Ausdehnung entlang der russischen Grenzen rechtfertigen.

    Russland habe, so Gluschkow, „durchaus begründete Einwände“ gegen die Militärallianz, zum Beispiel hinsichtlich des sogenannten Nuclear sharing, das allein schon dem Atomwaffensperrvertrag widerspreche. Bei diesem Konzept einer „Nuklearen Teilhabe“ geht es innerhalb der Abschreckungspolitik der NATO darum, dass Mitgliedsstaaten ohne eigene Kernwaffen in die Einsatzplanung von Nuklearwaffen durch die NATO einbezogen werden.

    Gluschko kritisierte außerdem die Modernisierung der US-Atombomben des Typs B61, welche in Europa stationiert sind. Dieser Schritt schwäche die Militärstabilität in Europa, so Gluschko. 

     

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    NATO, Alexander Gluschko, Jens Stoltenberg, Russland