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    Es ist notwendig, ein neues strategisches Konzept für die Beziehungen zwischen Russland und den USA auszuarbeiten, die es ermöglichen soll, Streitfragen besser zu regeln, wie der frühere US-Außenminister Henry Kissinger mitteilte.

    Kissinger zufolge sollte man Russland in der sich herausbildenden multipolaren Welt als Schlüsselelement des globalen Gleichgewichts, und nicht nur als Bedrohung für die USA wahrnehmen.

    Der aktuelle Zustand der Beziehungen zwischen den beiden Ländern sei „vielleicht der schlimmste seit dem Ende des Kalten Kriegs“, das gegenseitige Vertrauen sei verschwunden, Konfrontation habe die Zusammenarbeit abgelöst, sagte Kissinger.

    Die Ukraine sollte aus Sicht des ehemaligen US-Außenministers ihrerseits als Brücke zwischen Russland und dem Westen dienen, und nicht als der Vorposten einer der beiden Seiten.

    „Viele Kommentatoren in den beiden Ländern lehnen die Möglichkeit einer Kooperation ab und gehen dabei davon aus, dass die USA und Russland in einen neuen Kalten Krieg getreten seien“, wird Kissinger von The National Interest zitiert.

    Der Ex-Außenminister selbst sehe die Hauptgefahr heutzutage nicht so sehr in einer Rückkehr zur militärischen Konfrontation, sondern vielmehr „in der sich in beiden Ländern verfestigenden Realisierung der Prophezeiungen über eine unaufhaltbare Verschlechterung der Beziehungen“.

    Zur Situation in Syrien sagte Kissinger, „örtliche und regionale Fraktionen sind nicht in der Lage, selbständig eine Lösung zu finden“. „Die gemeinsamen Bemühungen von Russland und den USA, die zudem mit anderen Großmächten abgestimmt sind, könnten ein Modell zur Herausarbeitung friedlicher Konfliktlösungen im Nahen Osten und anderen Regionen schaffen“, schloss der Politiker.

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    Tags:
    Kalter Krieg, Syrien-Regelung, Bedrohung, Zusammenarbeit, Henry Kissinger, USA, Russland