03:27 19 November 2019
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    "Provozierender Verstoß gegen Völkerrecht“: Moskau verurteilt Raketenstart Nordkoreas

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    Russland hat den heutigen Test einer Langstreckenrakete in Nordkorea scharf kritisiert. Das Moskauer Außenministerium bezeichnete den Raketentest als eine „provozierenden Verstoß gegen das Völkerrecht“.

    Trotz massiver internationaler Kritik hat Nordkorea am Sonntagmorgen eine Langstreckenrakete gezündet — nach eigener Darstellung, um einen Satelliten ins All zu schießen. Südkorea, Japan und die USA befürchten jedoch, dass das kommunistisch regierte Land die Technologie atomar bestückter Interkontinentalraketen erprobt.

    „Pjöngjang hat nicht auf die Appelle der Weltgemeinschaft gehört und ein weiteres Mal eine provozierenden Verstoß gegen das Völkerrecht demonstriert“, kommentierte das russische Außenministerium am Sonntag. Der Raketentest lasse die Lage auf der Korea-Halbinsel weiter eskalieren und „spielt denjenigen in die Hand, die auf Blockpolitik und auf  militärische Konfrontation setzen“.

    Der von Pjöngjang gewählte Kurs gefährde die Sicherheit in der Region, so das Außenamt weiter. Die nordkoreanische Regierung stelle sich gegen die übrige Weltgemeinschaft. „Wir empfehlen der Führung der DVRK, darüber nachzudenken, ob diese Politik den Interessen ihres eigenen Landes entspricht.“

    Unterdessen hat der UN-Sicherheitsrat beschlossen, wegen des nordkoreanischen Raketentests zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenzutreten. Die USA und Südkorea wollen über die Stationierung eines Abwehrsystems verhandeln.

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    Tags:
    Raketentest, Nordkorea, Russland