13:59 15 November 2019
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    Syrien-Friedensgespräche in Genf

    Russlands Botschafter: Teilnahme von Terroristen an Syrien-Gesprächen ist Provokation

    © AFP 2019 / Fabrice Coffrini
    Politik
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    Die in Riad gebildete syrische Opposition hat laut dem russischen Botschafter in Damaskus, Alexander Kinschtschak, alles dafür getan, die Genfer Syrien-Gespräche zu torpedieren. Dass die Vertreter der Terrororganisationen Ahrar al-Scham und Jaish al-Islam an den Friedensverhandlungen in Genf teilnehmen dürfen, bezeichnete er als eine Provokation.

    „Es gab klare politische Provokationen wegen der Aufnahme der Vertreter von Jaish al-Islam und Ahrar al-Scham in die Delegation der Opposition. Ich meine, das wurde absichtlich gemacht, damit die Delegation der syrischen Regierung den Kontakt mit ihnen ablehnen wird. Es war von vornherein bekannt, dass Damaskus nicht mit den Terroristen verhandeln würde“, so der Botschafter in einem Gespräch mit RIA Novosti.

    Laut Kinschtschak hat die syrische Opposition, die in Riad gebildet wurde, alles dafür getan, um die Friedensgespräche in Genf zu torpedieren. „Schließlich haben sich die Oppositionellen als Vorwand für ihren Austritt aus dem Verhandlungsprozess auf die Nichterfüllung der von ihnen gestellten Vorbedingungen berufen, die es im Prinzip nicht hätte geben dürfen“, betonte er.

    Die innersyrischen Gespräche zwischen der syrischen Regierung und der Opposition hatten am 29. Januar begonnen. Sie finden gemäß der UN-Resolution 2254 statt und sollen rund sechs Monate dauern. Früher hatte der UN-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, bekannt gegeben, dass die Genfer Gespräche ins „Stolpern“ geraten seien. Die nächste Runde sei für den 25. Februar angesetzt.

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    Tags:
    Opposition, Syrien-Gespräche, Jaish al-Islam, Ahrar al-Sham, Staffan de Mistura, Riad, Syrien, Russland, Genf