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00:55 23 September 2019
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    Türkischer Präsident Recep Tayyip Erdogan

    Drei Flüchtlings-Milliarden zu wenig: Erdogan drohte EU mit totaler Grenzöffnung

    © REUTERS / Carlos Vera
    Politik
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat der EU-Führung am Rande des G20-Gipfels im November mit der völligen Öffnung der türkischen Grenzen gedroht, sollte das für die Lösung des Flüchtlingsproblems geplante Paket von drei Milliarden Euro nicht erweitert werden, meldet Reuters unter Berufung auf die griechische Webseite Euro2day.gr.

    Bei einem Treffen mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk wollte Erdogan wissen, ob die EU für sein Land drei Milliarden oder sechs Milliarden Euro zur besseren Unterbringung von Flüchtlingen bereitstellen wolle. Auf die nicht zufrieden stellende Antwort über drei Milliarden Euro, soll Erdogan geantwortet haben, die Türkei brauche das Drei-Milliarden-Paket ohnehin nicht. „Wir können die Tore nach Griechenland und Bulgarien jederzeit öffnen und die Flüchtlinge in Busse setzen“, drohte der türkische Staatschef.

    Erdogan soll sich zudem beklagt haben, dass die Türkei (seit 1999 Kandidat für einen EU-Beitritt – Anm. d. Red.) bei den EU-Beitrittsverhandlungen jahrelang auf Fortschritte warte.

    Die EU hatte zuvor ein Paket in Höhe von drei Milliarden Euro für die Türkei bewilligt. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die Türkei als Schlüssel zur Bewältigung der Flüchtlingskrise betrachtet, war am Montag zu Gesprächen mit der türkischen Führung nach Ankara gereist.

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    Tags:
    EU-Rat, EU-Kommission, Recep Tayyip Erdogan, Jean-Claude Juncker, Donald Tusk, Türkei