20:08 27 September 2020
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    Die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei haben gegenwärtig ihren tiefsten Stand der vergangenen Jahrzente erreicht, wie Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten, am Dienstag gegenüber Journalisten sagte.

    „Wir bedauern das sehr, betonen aber eindeutig, dass Russland daran nicht schuld ist“, so Peskow. 

    Ihm zufolge hat die Türkei aggressive, heimtückische Handlungen gegen Russland begangen.  

    „Ankara hat bisher keine adäquate Einstufung für diese Vorgänge gegeben und keine entsprechende Entschuldigung vorgebracht, deswegen ist es vorläufig bedauerlicherweise verfrüht, von möglichen Wegen zur Normalisierung der Beziehungen zu sprechen“, unterstrich der Sprecher.

    In seinem Kommentar zu den Äußerungen des türkischen Präsidenten, wonach Russland einen Teil Syriens angeblich eingenommen hätte,  sagte Peskow, derartige Behauptungen seien sowohl vom juristischen als auch vom Standpunkt des Völkerrechtes aus falsch.      

    „Sie sind aus einem ganz einfachen Grund absurd: Es ist bekannt, dass sich die russischen Luft- und Raumfahrtskräfte auf Bitte der legitimen Führung in Syrien aufhalten, d. h., dass von einer Besatzung weder de jure noch de facto einfach die Rede sein kann“, bemerkte Peskow.   

    Die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland haben sich verschlechtert, nachdem am 25. November 2015 ein türkischer F-16-Abfangjäger den russischen Bomber Su-24 über Syrien abgeschossen hatte. Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete dies als einen „Stoß in den Rücken durch Helfershelfer der Terroristen“. Nach dem Abschuss unterzeichnete Putin einen Erlass über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zur Gewährleistung der nationalen Sicherheit sowie über wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen die Türkei.

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    Tags:
    Zuspitzung, Beziehungen, Su-24, F-16, Wladimir Putin, Dmitri Peskow, Syrien, Russland, Türkei