04:21 25 September 2017
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    Schweden verschärft seine Anti-Terror-Gesetze

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    Terrorgefahr in Europa (2016) (232)
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    Schweden hat härtere Anti-Terror-Gesetze beschlossen, wie die Deutsche Welle berichtet.

    Das neue Regelwerk beinhaltet unter anderem eine zweijährige Freiheitsstrafe für Reisen ins Ausland mit dem Ziel, sich Terrororganisationen anzuschließen. Wer sich in Terrorlagern ausbilden lässt, dem drohen bis zu sechs Jahre Gefängnis. Die Finanzierung von terroristischen Gruppierungen wird mit einem Freiheitsentzug von bis zu zwei Jahren bestraft.

    Dem Schwedischen Geheimdienst zufolge haben seit  2013 mindestens 292 Personen Schweden verlassen, um der Terrormiliz Daesh (auch  Islamischer Staat, IS) beizutreten.

    Die Terrormiliz Daesh stellt derzeit eine der größten Gefahren für die globale Sicherheit dar. Innerhalb von drei Jahren brachten die Terroristen weite Teile Syriens und des Irak unter ihre Kontrolle. Sie versuchen außerdem, ihren Einfluss auch auf nordafrikanische Staaten, wie zum Beispiel Libyen, auszudehnen.

    Unterschiedlichen Angaben zufolge hat die Terrormiliz bereits eine Fläche von bis zu 90.000 Quadratkilometern erobert. Der Organisation sollen zwischen 50.000 und 200.000 Kämpfer angehören.

    Die Terrormiliz Daesh ist in Russland und vielen weiteren Ländern verboten.

    Themen:
    Terrorgefahr in Europa (2016) (232)

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    Tags:
    Gesetz, Anti-Terror-Kampf, Terrormiliz Daesh, Deutsche Welle, Libyen, Irak, Syrien, Russland, Schweden