20:19 26 September 2017
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    Rüdiger von Fritsch

    Deutscher Botschafter in Moskau über gute Beziehungen und die Hoffnung auf G8

    © East News/ BARTOSZ KRUPA
    Politik
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    Es gibt keine Alternative zu guten deutsch-russischen Beziehungen, wie der deutsche Botschafter in Moskau, Rüdiger von Fritsch, in einem Interview gegenüber Ria Novosti sagte. Die Wiederaufnahme des G8-Formats sei dabei eine der Hoffnungen bei der Gestaltung des bilateralen sowie internationalen Dialogs.

    „Ja, wir haben diesen schweren Konflikt, dessen Opfer die Ukraine geworden ist, den wir versuchen müssen, gemeinsam zu lösen. Aber unsere Beziehungen haben gleichzeitig unendlich viel mehr und unendlich viele positive Substanzen“, erklärte der Botschafter.

    „Wir werden auch in Zukunft nicht müde werden, uns zu bemühen, diese (die deutsch-russischen Beziehungen – Anm. d. Red.) im Interesse unserer beiden Länder zu gestalten: Im Bereich des Handels und der Wissenschaft, der Kultur, der zivilgesellschaftlichen Begegnungen. Zu guten deutsch-russischen Beziehungen gibt es keine Alternative. Dies bleibt der Grundsatz unserer Politik“, so von Fritsch.

    Gleichzeitig hoffe Deutschland darauf, dass das G8-Gipfel-Format wieder aufgenommen und als Plattform zur Besprechung internationaler Themen gebraucht werde.

    „Das ist natürlich auch unsere Hoffnung, dass wir eines Tages wieder als G8 miteinander am Tisch sitzen und in diesem wichtigen Forum über die großen internationalen Themen gemeinsam beraten“, versicherte der deutsche Botschafter.

    Die Tatsache, dass das gegenwärtig nicht der Fall sei, sei dem Konflikt im Zuge der Ukraine-Krise geschuldet.

    „Dadurch wurden wir in eine Situation geworfen, in der es keine Normalität gibt. Aber von Anbeginn dieses Konfliktes arbeitet Deutschland mit seinen Partnern daran, ihn auf dem Wege des Dialoges zu lösen und da sind wir dabei, einen guten Schritt voranzukommen. Im Ergebnis hoffen wir, dass wir wieder zu einer Normalität zurückkehren, die es erlauben wird, künftig wieder G8 zusammen zu nutzen“.

    Die G7-Gruppe war im Jahr 1998 mit Russland auf G8 erweitert worden. Im vorigen Jahr hatten die Mitglieder des politischen Clubs wegen der Krim-Ereignisse ihre Teilnahme an dem in Sotschi geplanten G8-Gipfel abgesagt und sich dann als G7 in Brüssel versammelt.

    Mehr zum Thema: 89 Prozent der Deutschen wollen G8 mit Russland zurück

    Die G7-Gruppe setzt sich aus Deutschland, den USA, Kanada, Japan, Frankreich, Großbritannien und Italien zusammen.

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    Tags:
    Beziehungen, G8, Rüdiger von Fritsch, Deutschland, Russland
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