19:08 21 Oktober 2020
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    Der Terrorismus droht zu einer neuen Kriegsart und zu einem Mittel zur Lösung nationaler und zwischenstaatlicher Konflikte zu werden, wenn die Lage in Syrien und andren Krisengebieten nicht normalisiert wird. Darauf wies Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz hin.

    Ohne Normalisierung in Syrien werde die ganze Welt von diesem Krieg erfasst. „Dabei handelt es sich nicht so sehr um eine neue Kriegsart, sondern vielmehr um ein Mittel zur Beilegung diverser Konflikte, um ein Mittel der quasistaatlichen Verwaltung… Stellen Sie sich Länder vor, die von den Terroristen durch Terror verwaltet werden. Ist das denn das 21. Jahrhundert? Heute werden sich alle darüber klar, dass der Terrorismus kein Problem einzelner Länder ist.“

    Medwedew ist davon überzeugt, dass der Terrorismus ein Zivilisationsproblem ist, ohne Teilung der Terroristen in „extreme oder angeblich gemäßigte“. „Bereits vor zwei Jahrzehnten hatten wir davon gesprochen und unsere Partner zu überzeugen versucht. Der Ideologie des Islamischen Staates (Daesh) liegt bei weitem kein Kampf um islamische Werte zugrunde, sondern der tierische Instinkt, das Bestreben nach Zerstörung und Mord. Eben deshalb ist der Terrorismus ein Zivilisationsproblem“, sagte der russische Premier.

     

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    Tags:
    Kriegsart, Terrorismus, Dmitri Medwedew, München, Russland