15:52 26 Juni 2019
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    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier  bei der Münchner Sicherheitskonferenz 2016

    Steinmeier: Medwedews Äußerung zu Kaltem Krieg wird missverstanden

    © REUTERS / Michael Dalder
    Politik
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    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hält die Auseinandersetzungen des Westens mit Russland nicht für einen neuen Kalten Krieg. Manche Medien hätten die Aussage des russischen Ministerpräsidenten Dmitri Medwedew über einen „neuen kalten Krieg“ missverstanden, sagte Steinmeier am Samstag bei der Sicherheitskonferenz in München.

    „Ich habe ihn so verstanden: Wir müssen eine Situation vermeiden, die in einen Kalten Krieg führt“, sagte Steinmeier am Samstag bei der Sicherheitskonferenz in München nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der russische Ministerpräsident hatte jedoch zu Beginn seiner Rede gesagt: „Wir sind in die Zeiten eines neuen Kalten Krieges abgerutscht.“ Später warb er aber für eine Wiederannäherung zwischen Russland und dem Westen.

    Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagte kurze Zeit später allerdings auch, in einigen Regionen sei die Zusammenarbeit mit dem Westen noch so wie zu Zeiten des Kalten Krieges. Nach allem zu urteilen seien alte Instinkte doch noch extrem zählebig, kritisierte der russische Chefdiplomat.

    Die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė kommentierte die Diskussion wie folgt: „Wahrscheinlich stehen wir sogar vor einem heißen Krieg.“ Mit Blick auf die militärischen Aktionen Russlands in der Ukraine und Syrien fügte sie hinzu: „Das ist alles andere als kalt — das ist jetzt schon heiß.“

     

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    Tags:
    Kalter Krieg, Münchner Sicherheitskonferenz 2016, Frank-Walter Steinmeier, München, Deutschland