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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    Russland unterstützt eine Bodenoperation in Syrien nicht, weil die Teilnahme eines ausländischen Truppenkontingents einen langwierigen Krieg verursachen kann, wie der russische Premier Dmitri Medwedew in einem Interview für den TV-Sender Euronews sagte.

    „Ich habe diese Frage bereits vor kurzem beantwortet und möchte es erneut wiederholen. Niemand ist an einem neuen Krieg interessiert. Eine Bodenoperation bedeutet einen völligen, langwierigen Krieg“, so Medwedew. 

    Laut dem Premier unterstützt Moskau nicht Präsident Baschar al- Assad persönlich, sondern „freundschaftliche Beziehungen zum syrischen Staat“. 

    „Wir gehen einfach davon aus, dass es momentan in Syrien keine einzige legitime Macht außer Assad gibt“, so Medwedew.

    „Sollte Assad aus dem politischen Prozess in Syrien ausgeschlossen werden, so wird das Land in Chaos versinken, nach dem libyschen Szenario.“ 

    In Syrien dauert seit März 2011 ein bewaffneter Konflikt an, der laut Uno-Angaben bereits mehr als 220.000 Todesopfer gefordert hat. Den Regierungstruppen von Präsident Baschar al-Assad stehen Rebellen, aber auch islamistische Terrormilizen gegenüber, die verschiedenen bewaffneten Gruppierungen angehören. Die mächtigsten davon sind Daesh („Islamischer Staat“, IS) und die al-Nusra-Front, die in den vergangenen Jahren weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

    Die russische Luftwaffe fliegt seit Ende September auf Bitte der Regierung in Damaskus präzise Angriffe gegen Stellungen der Terrorgruppen. 

    In diesem Zeitraum töteten die Luft- und Raumfahrtkräfte unter Beteiligung von Schiffen der Kaspi-Flotte und des U-Boots „Rostow am Don“ der Schwarzmeer-Flotte Hunderte Dschihadisten und zerstörten Tausende IS-Objekte.

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    Tags:
    Krieg, Bodenoperation, U-Boot Rostow am Don, Dschabhat al-Nusra, Terrormiliz Daesh, Euronews, Baschar al-Assad, Dmitri Medwedew, Libyen, Syrien, Russland