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    Members of left wing parties burn a European Union flag during a protest in the northern Greek port city of Thessaloniki, Sunday, June 28, 2015.

    Moskau ist schuld? EU-Politiker verwechseln Ursache und Wirkung in EU-Krisen

    © AP Photo / Giannis Papanikos
    Politik
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    Jüngste Berichte amerikanischer und europäischer Medien darüber, dass Russland die rechtsradikalen Parteien in Europa unterstützt, um die EU zu zerbrechen, sind von Grund auf falsch, wie Scott Radnitz für Foreign Policy schreibt. Man verwechsle in der EU Ursache und Wirkung.

    „Wenn die EU zerfällt, freut sich der Kreml vielleicht. Die Schuld für diese Katastrophe wird allerding bei Brüssel, und nicht bei Moskau liegen“, heißt es im Artikel.

    Das Logik-Problem der europäischen Politiker, die Russland immer wieder der Einmischung in innere EU-Angelegenheiten beschuldigen, besteht laut Scott Radnitz darin, dass sie die Ursache mit der Folge verwechseln.

    Dass die sogenannte „russische Unterstützung“ immer öfter die Aufmerksamkeit der Politiker auf sich zieht, könne daran liegen, dass Europa in Probleme versunken sei, die die Fehler der eigenen Regierungen herbeigeführt hatten. Zu diesen Problemen zählt der Autor wirtschaftliche Stagnation, Flüchtlingsandrang und Meinungsverschiedenheiten zwischen einigen EU-Mitgliedsstaaten bezüglich derselben Fragen.

    „An den Problemen der EU sind vor allem die Politiker in Brüssel schuld – und nicht Moskau, dessen Interesse übrigens niemand mit guten Argumenten beweisen konnte“, schlussfolgert Radnitz.

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    Tags:
    Krise, Beziehungen, Foreign Policy, Russland, Europäische Union