22:17 10 Dezember 2019
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    Assange spricht vom Balkon der Botschaft Ecuadors aus

    Uno fordert von London und Stockholm Einhaltung der Assange-Beschlüsse

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    WikiLeaks-Gründer Julian Assange (84)
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    Die Uno hat Großbritannien und Schweden aufgerufen, die von der UN-Arbeitsgruppe für widerrechtlichen Freiheitsentzug gefassten Beschlüsse und Empfehlungen hinsichtlich der Beschwerde des WikiLeaks-Gründers Julian Assange unverzüglich und strikt einzuhalten. Das geht aus einer Erklärung des UN-Menschenrechtsexperten Alfred de Zayas hervor.

    „Die globale Ordnung hängt von einer konsequenten und einheitlichen Anwendung des Völkerrechtes ab. Dieses wird schwächer, wenn Staaten zu wählen beginnen. Der Begriff der menschlichen Würde ist allumfassend. Die Herangehensweise an die Menschenrechte als an etwas, das es auf einer ‚Speisekarte gibt‘, untergräbt das Ansehen des gesamten Systems“, unterstrich er.

    Die UN-Arbeitsgruppe für widerrechtlichen Freiheitsentzug hatte am 5. Februar die Festnahme des WikiLeaks-Gründers Julian Assange für illegitim erklärt und dazu aufgerufen, ihn freizulassen und zu entschädigen.

    Schweden und Großbritannien hatten ihr Unverständnis für den Beschluss der UN-Arbeitsgruppe geäußert. London bekräftigte, es werde Assange festnehmen, sobald er die diplomatische Mission verlässt.

    Assange war im Dezember 2010 in London auf Antrag der schwedischen Rechtsschutzbehörden festgenommen worden, die seine Auslieferung forderten. Im Sommer desselben Jahres wurden gegen Assange aufgrund von Klagen zweier Frauen Ermittlungen wegen sexueller Belästigung eingeleitet.

    Assange hält sich seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London auf. Damals hatte er aus Angst, über Schweden an die USA ausgeliefert zu werden, die Behörden Ecuadors um politisches Asyl ersucht.

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    Uno, Alfred de Zayas, Julian Assange, Schweden, Großbritannien