11:17 25 Februar 2020
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    Nach der wiederholten Weigerung der Regierung in Kiew, die Schulden in Höhe von drei Milliarden Dollar zurückzuzahlen, hat Russland in London eine Klage gegen das Nachbarland eingereicht.

    Die Klage sei am Mittwoch beim High Court of Justice eingereicht worden, teilte der russische Finanzminister Anton Siluanow mit. Er betonte, Russland sei zu diesem Schritt gezwungen worden, nachdem die Ukraine konstruktive Verhandlungen über eine Umschuldung abgelehnt hatte. Moskau hoffe auf ein offenes und unvoreingenommenes Verfahren.

    Russland hatte Ende 2013 ukrainische Eurobonds für drei Milliarden US-Dollar gekauft und dadurch die Ukraine damals vor der Staatspleite bewahrt. Die Papiere waren Ende 2015 fällig. Anfang 2014 kam es in der Ukraine zu einem Umsturz. Seitdem kämpft das Land gegen den Staatsbankrott.

    Im Sommer 2015 vereinbarte Kiew mit westlichen Gläubigern eine Umschuldung und forderte auch von Russland ultimativ einen Teilerlass. Russland lehnte das ab, erklärte sich jedoch zu einer Umschuldung bereit — unter der Bedingung, dass Kiew in den Jahren 2016 bis 2018 jährlich jeweils eine Milliarde Dollar zurückzahle und die USA oder die EU oder ein internationales Finanzinstitut Garantien dafür übernehmen würde. Diese lehnten es jedoch ab, als Garanten aufzutreten.

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