11:21 18 November 2017
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    Sarah Obama, Großmutter des 44. US-Präsidenten, lebt noch immer in Kenia

    „Sklavenblut in Obamas Adern“: Verbale Panne kostet Politiker in Japan das Amt

    © Sputnik/ Darja Tkatschowa
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    Eine verbale Entgleisung über US-Staatschef Barack Obama hat in Japan einem Politiker der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) das Amt im Verfassungsausschuss des Parlamentsoberhauses gekostet.

    Kazuya Maruyama hatte am Mittwoch in einer Sitzung seines Ausschusses geäußert: „In den USA ist ein Mann Präsident geworden, in dessen Adern Sklavenblut fließt.“ Und weiter: „Zur Zeit der Gründung der Vereinigten Staaten war selbst der Gedanke unmöglich, dass ein Schwarzer, ein Sklave Präsident werden könnte.“

    Noch am selben Tag musste sich Maruyama für seinen Ausrutscher öffentlich entschuldigen. Doch es war zu spät: Drei Oppositionsparteien forderten die Entlassung Maruyamas aus dem Verfassungsausschuss. Unterstützt wurde die Forderung vonseiten der Partei Komeito, die gemeinsam mit der LDP die Regierungskoalition stellt. Am Donnerstag trat Maruyama als Mitglied des Verfassungsausschusses zurück. Seinen Parlamentssitz hat er vorerst beibehalten.

    Barack Hussein Obama Senior (1936–1982), der Vater des jetzigen US-Präsidenten Barack Obama, stammte aus einem Dorf in Kenia. Er kam als 23-Jähriger zum Studium an die University of Hawaii. Dort heiratete er Stanley Ann Dunham. Das Paar brachte 1961 auf Hawaii den späteren 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten zu Welt. Zu jenem Zeitpunkt waren Ehen zwischen Schwarzen und Weißen in anderen Teilen der USA noch verboten. Sarah Obama, Großmutter des 44. US-Präsidenten (im Bild), lebt noch immer in Kenia.

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    Barack Obama, USA, Japan
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