20:18 23 September 2017
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    Russlands Außenamt: Ankara mischt sich in Zypern-Regelung grob ein

    © Flickr/ Leonid Mamchenkov
    Politik
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    Ankara mischt sich in den Gang der Zypern-Regelung in grober Weise ein und versucht dabei, seine eigenen Interessen durchzusetzen, wie die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag sagte.

    „Wir haben unsere Aufmerksamkeit auf die jüngsten Publikationen in türkisch-zyprischen Medien gerichtet, in denen es um Kontakte einer Delegation der Medschlis der Türkischen Republik Nordzypern mit der türkischen Führung, darunter mit Präsident (Tayyip) Erdogan, ging. Nach dem Inhalt dieser Beiträge zu urteilen, hat der türkische Staatschef die Zyperntürken unverhohlen darauf eingestimmt, bei den auf Zypern laufenden Verhandlungen zwischen den beiden Gemeinden, darunter über einen so sensiblen Aspekt wie die territoriale Abgrenzung, hart und kompromisslos aufzutreten“, so die Sprecherin.

    „Dies steht selbstverständlich im krassen Widerspruch zu den Deklarationen Ankaras über seine Bereitschaft, zur baldigsten friedlichen Regelung auf der Insel beizutragen. Die türkische Führung stimuliert offensichtlich eine der Seiten des Zypern-Dialogs und mischt sich damit in den Gang der Verhandlungen in grober Weise ein und will dabei ihre eigenen Interessen durchsetzen“, sagte Sacharowa.

    Diese Interessen seien weit davon entfernt, „eine wirklich gerechte und lebensfähige Lösung der Zypern-Frage zu sichern“, so die Sprecherin.

    Zypern ist seit der bewaffneten türkischen Invasion 1974 auf Zypern, die vom Versuch der Angliederung an Griechenland provoziert worden war, gespalten. Auf dem okkupierten Teil der Insel wurde 1983 die Türkische Republik Nordzypern ausgerufen, die nur von der Türkei anerkannt wurde.

    Tags:
    Maria Sacharowa, Zypern, Türkei
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