17:40 25 Juni 2017
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    Boliviens Präsident Evo Morales

    WikiLeaks: USA zahlten vier Millionen Dollar für Staatsstreich in Bolivien

    © REUTERS/ Juan Carlos Ulate
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    WikiLeaks-Dokumente aus den Jahren 2006 bis 2009 enthüllen, dass sich die USA in innere Angelegenheiten Boliviens eingemischt und Oppositionsgruppen, die die Regierung des Präsidenten Evo Morales stürzen wollten, finanziell unterstützt haben. Dies berichtet die Agentur Prensa Latina.

    Die Agentur beruft sich auf den norwegischen Wissenschaftler Eirik Vold, der die Dokumente untersuchte.

    Laut den Dokumenten habe die US-Behörde für internationale Entwicklung USAID mehr als vier Millionen Dollar an separatistische Gruppierungen in der Region Media Luna, bestehend aus den vier Bezirken Santa Cruz, Tarija, Beni und Pando, gegeben, damit diese ihre Autonomie gegen die Regierung festigen konnten.

    Dabei sollen die USA von den Plänen der Opposition gewusst haben, Gas-Pipelines im Land zu sprengen, um die Regierung zu zwingen, die Unabhängigkeit der vier Gebiete anzuerkennen. Die Vereinigte Staaten hätten diese Pläne jedoch geheim gehalten.

    Den WikiLeaks-Dokumenten zufolge habe Washington sowohl einen Mordanschlag auf Evo Morales, als auch einen Staatstreich für wahrscheinlich eingestuft, die Regierung Boliviens darüber jedoch nicht informiert.

    Es gibt insgesamt mehr als 14.000 WikiLeaks-Dokumente, in denen der Präsident Evo Morales erwähnt wird. Diese zeigen Eirik Vold zufolge die große Bedeutung Boliviens, eines Landes mit reichen Naturressourcen, für die außenpolitischen Strategien der USA. Die Dokumente zeigen das Vorgehen der USA im Kontext der Festigung ihrer Vormachtstellung in der Region, vor allem unter den Ländern, die ihre Naturressourcen, Souveränität und Unabhängigkeit verteidigen müssen.   

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    Tags:
    Souveränität, Sturz, WikiLeaks, Evo Morales, Bolivien, USA
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