10:58 30 März 2017
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    Boliviens Präsident Evo Morales

    WikiLeaks: USA zahlten vier Millionen Dollar für Staatsstreich in Bolivien

    © REUTERS/ Juan Carlos Ulate
    Politik
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    WikiLeaks-Dokumente aus den Jahren 2006 bis 2009 enthüllen, dass sich die USA in innere Angelegenheiten Boliviens eingemischt und Oppositionsgruppen, die die Regierung des Präsidenten Evo Morales stürzen wollten, finanziell unterstützt haben. Dies berichtet die Agentur Prensa Latina.

    Die Agentur beruft sich auf den norwegischen Wissenschaftler Eirik Vold, der die Dokumente untersuchte.

    Laut den Dokumenten habe die US-Behörde für internationale Entwicklung USAID mehr als vier Millionen Dollar an separatistische Gruppierungen in der Region Media Luna, bestehend aus den vier Bezirken Santa Cruz, Tarija, Beni und Pando, gegeben, damit diese ihre Autonomie gegen die Regierung festigen konnten.

    Dabei sollen die USA von den Plänen der Opposition gewusst haben, Gas-Pipelines im Land zu sprengen, um die Regierung zu zwingen, die Unabhängigkeit der vier Gebiete anzuerkennen. Die Vereinigte Staaten hätten diese Pläne jedoch geheim gehalten.

    Den WikiLeaks-Dokumenten zufolge habe Washington sowohl einen Mordanschlag auf Evo Morales, als auch einen Staatstreich für wahrscheinlich eingestuft, die Regierung Boliviens darüber jedoch nicht informiert.

    Es gibt insgesamt mehr als 14.000 WikiLeaks-Dokumente, in denen der Präsident Evo Morales erwähnt wird. Diese zeigen Eirik Vold zufolge die große Bedeutung Boliviens, eines Landes mit reichen Naturressourcen, für die außenpolitischen Strategien der USA. Die Dokumente zeigen das Vorgehen der USA im Kontext der Festigung ihrer Vormachtstellung in der Region, vor allem unter den Ländern, die ihre Naturressourcen, Souveränität und Unabhängigkeit verteidigen müssen.   

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    Tags:
    Souveränität, Sturz, WikiLeaks, Evo Morales, Bolivien, USA
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      szkufar1
      Diese und weitere Unterlagen über ähnlich geplante Umstürze bei
      der UN vorlegen und einen Tagungspunkt bei der nächsten Ver-
      sammlung draus machen.

      .
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      sophie.ostermannAntwort anszkufar1(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      szkufar1, das hilft doch nichts, die UN ist eine Nebenstelle von den Verbrechern
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      Thomas
      Wenn die dann ihre Marionetten an die Macht gebracht haben, werden die Marionetten nur noch etwas kontrolliert.
      Das Handy der Freundin z.B..
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      szkufar1Antwort ansophie.ostermann(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sophie.ostermann,

      Richtig, aber die Weltöffentlichkeit erfährt es. Darum geht es.


      .
    • Germane
      Passt genau zu den VSA !
    • GermaneAntwort anszkufar1(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      szkufar1, aber eine bombige Versammlung!
    • Robi
      "USA zahlten vier Millionen Dollar für Staatsstreich in Bolivien"
      Na, jetzt verstehe ich warum es nicht geglückt ist, mit vier Millionen Dollar kann man nicht mal in korrupten San Marino den Capitani Reggenti stürzen.
    • Hasipapa
      Hei Robi.
      Wenn genug Geld im Land ist und die USA einen neuen Feind braucht ( angeblich Steuerhinterziehung oder Geldwäsche ), warum nicht . Wäre ja auch eine schöner Militärstützpunkt. Über den kann man ja dann alleien herrschen.
    • HasipapaAntwort anRobi (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Hei Robi.
      Wenn genug Geld im Land ist und die USA einen neuen Feind braucht ( angeblich Steuerhinterziehung oder Geldwäsche ), warum nicht . Wäre ja auch eine schöner Militärstützpunkt. Über den kann man ja dann alleien herrschen.
    • Bob
      Ein Staatsstreich hier, ein Staatsstreich dort. Für die ist es wie Bingospielen.
    • Al Mobi
      vier Millionen Dollar für die Jahre 2006 bis 2009 für Staatsstreich in Bolivien.
      Das wäre ja ein Schäppchen im Vergleich zur Ukraine (5 Milliarden lt. V.Nuland)
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      Das ist die übliche Vorgehensweise, wenn man mit den US-Vorstellungen nicht konform geht. Und Präsident Morales hat NIE ein Blatt vor den Mund genommen!!
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      billyvorAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hihardt,
      Genau. Das alles ist nichts Neues.
      Nur das eben nicht alles, was die Bande in Washington treibt - sofort - ans Licht kommt. Vor allem das, was in ihrem "Hinterhof" passiert, haben die USA schon immer als ihre ureigene Sache angesehen und "fröhlich" bei jedem Putsch mitgemischt, wenn er denn ihren Interessen diente.
      Grenada, Costa Rica, Chile, sind nur die bekannteren Beispiele.

      Nicht umsonst sind die Gringos in Mittel- und Südamerika so "beliebt"; diese Liebe haben sie sich hart erarbeitet, und viele, viele Dollar darin investiert ....
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      Joesi
      USA....Lebensgefahr!
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      szkufar1Antwort anAl Mobi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Al Mobi,

      Für einen Sprengsatz in Jet des Präsidenten ausreichend.

      .
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      Antwort anbillyvor(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      billyvor,
      das Paradebeispiel für die jetzige Wahl in Bolivien finden wir bei dem Putsch gegen Mossadegh seinerzeit im Iran. Die unter ihm geführte demokratische Bewegung, die das Recht auf den Verkauf der Öls in der Hand der Regierung des Iran belassen wollte, musste verschwinden, um den Interessen Großbritanniens und der USA Platz zu machen. Dann setzte man den Schah ein, der USA-hörig war und schon war alles "geregelt"!!
      Hinterher ging den Iranern ein Licht auf und so wird es auch in Bolivien sein. Wenn die Bolivianer erst einmal die Knute ihrer dann US-geführten Folgeregierung spüren, ist es zu spät.
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      billyvorAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hihardt,
      Genau so.
      Und das "Schofeligste" daran:
      Als der Schah nicht mehr so von Nutzen schien, und er stürzte, blieb die Unterstützung der USA für ihn aus.
      Was immer man von dem Schah und seinem Regime hielt: Er war ein Verbündeter. Dieser immerhin zum Schluss krebskranke und dem Tode geweihte Man floh von Land zu Land, bis ihm schließlich Sadat in Ägypten aufnahm.
      Es ist mir unbegreiflich, dass immer noch niemand verstehen will, wie die USA mit ihren jeweiligen Verbündeten verfahren, wenn sie nicht mehr benötigt werden. Sollte nicht zumindest das den jeweiligen "Partner" endlich eine Lehre sein?
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      Antwort anbillyvor(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      billyvor,
      sollte es wohl, tut es aber nicht!!! Denn jeder "Verbündete" hofft insgeheim, ihm würde das bekannte Schicksal erspart bleiben! Die Regel, dass politische Verbrecher immer Verbrecher bleiben werden, will man nicht erkennen, weil man Angst hat, an dem Selbstbetrug zu zerbrechen!!! Nur sehr mutige Menschen können diese Grenze überwinden!
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      billyvorAntwort an (Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      hihardt,
      "Nur sehr mutige Menschen können diese Grenze überwinden!"

      Ich erlaube mir, hier zu widersprechen....
      Wenn Jeder durchschnittlich Gebildete mit gesundem Menschenverstand das immer wiederkehrende Spiel der Regierenden durchschaut, haben Politiker jeder Couleur dies erst Recht zu erkennen und danach zu handeln; das hat m.E. mit Mut nichts zu tun.

      Nach meinem Dafürhalten lässt es nur darauf schließen, dass (unsere) Regierenden sich nicht mit der Geschichte befassen, nicht willens und/oder in der Lage sind, über den eigenen Tellerrand und die Tagespolitik hinaus zu schauen. Das ist unverantwortlich und lässt u.a. auf bodenlose Dummheit und Ignoranz schließen.

      Meine Ansicht ... ;-)
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      Antwort anbillyvor(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      billyvor,
      ich kann Ihre Ansicht ja verstehen, aber um etwas zu ändern am unverantwortlichen Handeln der Regierenden, müssten sich protestierende Massen in Bewegung setzen, gegen die die jetzige Flüchtlingsflut ein plätscherndes Bächlein ist. Das wissen auch Sie, aber trotzdem treibt auch mich immer wieder die Verantwortung, gegen das kommende Armageddon anzuschreiben. Es mag ein Instinktverhalten sein, dem man sich nicht entziehen kann.
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