14:39 22 September 2020
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    Das Streben der USA, den Einfluss Moskaus auf Havanna zu reduzieren, bestimmt deren Interesse an einer Normalisierung der Beziehungen zu Kuba, wie Earl Rasmussen, Vizepräsident des politologischen Eurasien-Zentrums in Washington gegenüber RIA Novosti erklärte.

    „Die Zeit ist schon lange reif für eine Normalisierung der Beziehungen zwischen den USA und Kuba“, so Rasmussen. 

    Dennoch betrachtet der Experte den Versuch, den Einfluss Russlands auf Havanna zu schwächen, als das wichtigste Element, das die  Normalisierung beschleunigt hat. Zugleich wird die Festigung der Beziehungen laut Rasmussen sowohl für Kuba als auch die USA von Vorteil sein, und das unabhängig von deren Gründen. Wie Rasmussen betonte, betrifft dies politische und wirtschaftliche Bereiche sowie mit den Menschenrechten verbundene Fragen.     

    Außerdem brachte der Experte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass der bevorstehende Besuch von US-Präsident Barack Obama im März auf Kuba „einen bedeutenderen Fortschritt auf dem Weg zu einer vollständigen Regelung der Beziehungen fördern wird“.

    Am Donnerstag erklärte das Weiße Haus, Barack Obama werde als erster US-Präsident seit 90 Jahren am 21. und 22. März Kuba besuchen. 

    Es wird erwartet, dass sich Obama mit dem kubanischen Staatschef Raul Castro sowie Unternehmern und Vertretern öffentlicher Organisationen treffen wird. 

    Barack Obama und Raul Castro hatten im Dezember 2014 Verhandlungen über eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern angekündigt. Seitdem haben die USA und Kuba die beiderseitigen diplomatischen Beziehungen wiederhergestellt und etliche bilaterale Abkommen unterzeichnet. Dabei ist das Handelsembargo, das der US-Kongress vor einem halbem Jahrhundert gegen Kuba verhängt hatte, noch nicht aufgehoben.

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    Tags:
    Beziehungen, Weißes Haus, US-Kongress, Raul Castro, Barack Obama, Earl Rasmussen, Kuba, USA, Russland