10:58 30 März 2017
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    Sudak, ein Kur- und Urlaubsort an der südöstlichen Küste der Schwarzmeer-Halbinsel Krim

    Keine Illusionen: Ukrainer haben sich von Krim verabschiedet

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    Integration und Entwicklung der Krim-Region (282)
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    Die meisten ukrainischen Bürger glauben nicht mehr an eine Rückkehr der Krim in den Einflussbereich Kiews, wie eine Umfrage zeigte, die auf der Site der Nachrichtenagentur 112 Ukraina veröffentlicht wurde.

    Auf die Frage, ob die Ukraine die Krim noch zurückholen können wird, wurden drei Antwortmöglichkeiten zur Auswahl gestellt: „Nein, Russland wird nie darauf eingehen“, „Ja, bei ständigem politischem und ökonomischem Druck auf Russland“ und „Möglicherweise, aber nicht in absehbarer Zukunft“. 

    Die Umfrageergebnisse dürften die ukrainischen Behörden kaum erfreuen: 72 Prozent der Teilnehmer haben sich offensichtlich mit dem Verlust der autonomen Republik abgefunden und für die „Nein“-Antwort gestimmt. Etwa 15 Prozent halten eine Rückkehr der Halbinsel in der fernen Perspektive für möglich, nur 12 Prozent machen sich Illusionen hinsichtlich einer Rückkehr der Krim zur Ukraine.

    Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow hatte unlängst erklärt, die Kiewer Behörden würden eine Sondereinheit der Nationalgarde auf einen Rückhol-Einsatz auf der Krim vorbereiten. Der Vizepremier der Krim-Regierung, Michail Scheremet, meinte daraufhin ironisch, „(…) dass wir (die Einwohner und Behörden der Krim – Anm. d. Red.) diese Möchtegern-Befreier bereits mit Ungeduld erwarten“. Dabei betonte er: „Die Krim ist endgültig und unwiderruflich, gemäß den Anforderungen der russischen, ukrainischen und internationalen Gesetzgebung, infolge der Willensbekundung der Bevölkerung in den Bestand Russlands eingegangen“.  

    Die Krim war nach dem im März 2014 durchgeführten Referendum, bei dem sich die Mehrheit der Bewohner klar dafür ausgesprochen hatte, erneut ein Föderrationssubjekt Russlands geworden. Die Ukraine hatte die Ergebnisse des Referendums nicht anerkannt und startete eine Verkehrs-, Strom- und Handelsblockade der Halbinsel in der Hoffnung auf eine „baldige Wiederherstellung der staatlichen Souveränität auf der Krim“.

    Themen:
    Integration und Entwicklung der Krim-Region (282)

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    Tags:
    Umfrage, Arsen Awakow, Schwarzes Meer, Krim, Russland, Ukraine
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    Alle Kommentare

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      sophie.ostermann
      Die Krim ist da wo sie hingehört. Jazenjuk hatte sie schon den USA versprochen damit die ihren Militärstutzpunkt dort bauen können. Vermutlich darum weil sie dann den Nahen Osten ganz platt gemacht hätten. Schade das man sich soweit erniedrigt ein kleines Volk mit Sanktionen zu bestrafen nur weil es seine Meinung äußerte
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      alois
      die ukrainer sind wahrscheinlich nicht so dumm wie ihre korrupten politkasperl, die machen sich schon gedanken ueber ihre zukunft - und denken dabei schon an die gebiete, die der "UFASCHINE" in naechster zeit noch abhanden kommen werden.....
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      mhbh
      So so, da möchte also die Ukaine mit ein paar Nationalgardisten die Krim "befreien". Nur zu, dann landen sie direkt in den Särgen, die mit Sicherheit schon für sie bereitstehen. Ein Angriff auf die Krim käme einer Kriegserklärung an Russland gleich, welches darauf hin mit einem gewaltigen Militärschlag die Ukraine "übernehmen" würde, was für die Ukrainer mit Sicherheit nicht die schlechteste Lösung wäre. Die ganzen ukrainischen Nazis können dann in einer Nacht- und Nebel- Aktion zum großen Bruder nach Übersee flüchten.
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      Joesi
      die Ukrainer hatte auch nie etwas auf der Krim verloren!
      Krim war russisch, ist russisch und wird ewig zu Rußland gehören!
      Übrigens gehört der gesamte Donbass ebenso zu Rußland!
      Die Donbasser haben so per Wahl entschieden!
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      klaus.thomsenAntwort anJoesi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Joesi, Sie haben vergessen dem Präsidenten der RF Dr. Wladimir Putin Ewigen Dank auszusprechen!
    • Ste va de Ca
      Georg, na ja, vielleicht sind das Besitzer von Immobilien, die auf Kredit mit ausländischer Währung gekauft wurden? Wer sich auf Zockerkredite verläßt hat eben das Nachsehen wenn Turbulenzen kommen!
      Also muss man retten was zu retten ist! Wer sich nicht bis ans Lebensende verschulden will wird versuchen die Immobilie zu verkaufen....ist in Deutschland nicht anders, oder?
    • avatar
      billyvor
      Ganz offensichtlich leben viele Ukrainer dann doch - im Gegensatz zu ihrer Regierung - in der Realität.

      Am besten, sie finden sich auch schon einmal damit ab, dass ein Teil ihres Landes im Osten auch verloren gehen wird. Das mag für den Einzelnen vielleicht bitter sein. Vielleicht können sich einige aber eher damit abfinden, wenn sie sich zu der Erkenntnis durchringen, dass
      a. einem Jeden das Recht zugestanden sein sollte, selbst zu entscheiden, wohin er gehören will bzw. zu welchem Staat,
      b. dass Frieden im Land allemal einem Zustand vorzuziehen ist, in dem man sich mit Menschen in einem Bürgerkrieg zerfleischt, die partout nicht bleiben wollen. Was hat man von einem Staat, dem ein Gutteil der Bürger nicht angehören will? Von einem Staat, der, wenn schon nicht im Krieg, aber sicher in einem permanenten Krisenzustand mit Teilen seiner Bürger lebt?
    • Georg, nur mal so nebenher: Woher haben Sie denn bitte ihr "verdreifacht"?

      Ich bin nun wirklich jeden Tag bei Evans, Zdanie, Slrealty oder auch einfach nur olx - aber eine Verdreifachung des Angebots?

      Alles im grünen Bereich, auch wenn inzwischen ein paar aggressiver verkaufen möchten und, interessanterweise, unmöbliert verkaufen, also die Häuser erst gar nicht einrichten...

      Aber eine große Bewegung? Auf dem russischen Immobilienmarkt? Bin ich so blind?
    • Natürlich ist es richtig dass die Krim zu Russland gehört es hindert niemand die Ukrainer daran auch in Zukunft dort Ferien zu machen und sogar dauerhaft dort zu leben friedlich neben den anderen Volksgruppen!
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