04:21 21 November 2019
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    Werner Faymann erklärt die Obergrenze für Flüchtlinge in seinem Land. Angela Merkel im Hintergrund

    „Das ist nicht mein Europa!“ - Merkel zu nationalen Alleingängen und Grenzschließung

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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    In der Suche nach einem gemeinsamen Weg zur Lösung der Flüchtlingskrise sieht die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre direkte und größte Verpflichtung.

    „Meine (…) verdammte Pflicht und Schuldigkeit besteht darin, alles dafür zu tun, dass dieses Europa einen gemeinsamen Weg findet“, sagte Merkel im jüngsten ARD-Interview mit Anne Will.

    In der Flüchtlingskrise kann es für die Kanzlerin nur eine gesamteuropäische Lösung geben, nationale Alleingänge hält sie für unmöglich. Aktuell bedürfe in diesem Zusammenhang besonders Griechenland einer Beistand.

    „Wir haben Griechenland nicht im Euro gehalten, um jetzt anschließend ein Land, das zur Eurozone, zu Schengen gehört, das viele Probleme hat — dieses Land können wir jetzt nicht im Stich lassen. Das ist genau das, wovor ich Angst habe: wenn der eine seine Grenze definiert, muss der andere leiden – das ist nicht mein Europa“, sagte Merkel als Reaktion auf die ihrer Ansicht nach „unglückliche“ Entscheidung Österreichs, Obergrenzen von 80 Flüchtlinge pro Tag einzuführen. 

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    Migranten, Flüchtlingskrise, Werner Faymann, Angela Merkel, Griechenland, Österreich, Deutschland