12:33 21 Januar 2020
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    Die humanitären Aspekte der Syrien-Krise werden „schonungslos“ von jenen strapaziert, deren Ziel es ist, nicht genehme Regime abzulösen und sogar die Grenzen zu ändern. Dies sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow auf der 31. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates.

    „Es ist offensichtlich, dass die elementaren Standards in der Menschenrechtssphäre nicht unter den Bedingungen bewaffneter Konflikte und Bürgerkriege gewährleistet werden können. Andererseits dürfen die Leiden friedlicher Menschen in den von Gewalt erfassten Ländern kein Gegenstand von Propagandakampagnen und Spekulationen sein, die auf die Lösung geopolitischer Aufgaben abzielen“, äußerte der russische Minister.

    Leider werden laut Lawrow „derartige Versuche im Kontext der Syrien-Krise unternommen, deren humanitäre Aspekte schonungslos von jenen ausgenutzt werden, die sich mit Zielen eines Regimewechsels und sogar einer Änderung von Grenzen entgegen den Resolutionen des Sicherheitsrates der Uno tragen“.

    „Die Erleichterung der humanitären Lage in Syrien ist eine Hauptpriorität der Uno, und in der jüngsten Zeit zeichnet sich ein Fortschritt bei der Lieferung von Hilfe an die Bedürftigen und bei der Erweiterung des Zugangs zu den blockierten Gebieten ab“, ergänzte Lawrow.

    Die humanitären Aufgaben könne man aber nur dann gründlich lösen und zum Wiederaufbau des vom Krieg zerstörten Landes übergehen, wenn, wie Lawrow sagte, „ein stabiler Waffenstillstand und die Aufnahme eines echten gesamtsyrischen Dialogs über Syriens Zukunft gewährleistet ist, die die Syrer selbst, ohne eine Einmischung von außen her, bestimmen müssen“.

    „Darauf zielen die Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates ab, die zur Förderung der Tätigkeit der Internationalen Unterstützungsgruppe für Syrien und der Initiativen ihrer Co-Vorsitzenden – Russlands und der USA – verabschiedet wurden, wie es die Präsidenten (der Russischen Föderation Wladimir) Putin und (der USA Barack) Obama vereinbart haben“, sagte der russische Minister.

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    Tags:
    Humanitäre Hilfsgüter, UN, Sergej Lawrow, Syrien