16:30 04 Dezember 2020
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    Die bulgarische Regierung hat in diesem Jahr Berichten zufolge überraschend den türkischen Präsidenten Recep Erdoğan zur Nationalfeier eingeladen. Am 3. März wird der Jahrestag der „Befreiung vom osmanischen Joch“ gefeiert. Russland, das mit dem Sieg über die Osmanen eigentlich die Unabhängigkeit Bulgariens ermöglicht hatte, bleibt außen vor.

    Heute vor 138 Jahren hatten die Truppen des russischen Zaren Alexander II. Bulgarien von der jahrhundertelangen türkischen Herrschaft befreit. Seitdem wird der 3. März in Bulgarien als „Tag der Befreiung vom osmanischen Joch“ begangen. In diesem Jahr hat die Regierung in Sofia überraschend den türkischen Präsidenten Recep Erdoğan zum Nationalfeiertag eingeladen, schreibt „The Bulgarian Times“. Eine Einladung für den russischen Präsidenten Wladimir Putin blieb dabei aus.

    „The Bulgarian Times“ erklärte die Entscheidung der Regierung mit der politischen Annäherung an die Türkei. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bestätigte am Donnerstag, dass keine Einladung für Präsident Wladimir Putin eingegangen sei. „Das ist die souveräne Entscheidung des souveränen Bulgarien. Wir behandeln sie mit Respekt“, sagte Peskow.

    Bulgarien befand sich fast 500 Jahre lang unter osmanischer Herrschaft. Das Land erlangte im Ergebnis des Russisch-Türkischen Krieges, der am 3. März 1878 mit einem Sieg Russlands endete, die Unabhängigkeit. Als Dank für die Russen errichteten die Bulgaren im Zentrum ihrer Hauptstadt Sofia im Jahr 1903 ein Denkmal für den „Befreier-Zaren Alexander II.“ Zur Erinnerung an die 20.000 gefallenen russischen Soldaten gibt es landesweit zudem mehrere Hundert Denkmäler, an denen am 3. März traditionell Blumen niedergelegt werden.

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