15:59 28 November 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Die Wiedereinführung EU-interner Grenzkontrollen im Schengen-Raum wird die Europäische Union jährlich zwischen 5 und 18 Milliarden Euro kosten, wie die EU-Kommission am Freitag bekannt gab.

    „Nach Einschätzung der Kommission kann die vollständige Wiedereinführung der Grenzkontrollen im Schengen-Raum zu unverzüglichen, direkten Verlusten in Höhe von 5 bis 18 Milliarden Euro jährlich führen“, heißt es im Plan zur Wiederherstellung der normalen Funktionsweise des Schengen-Raums, das die Europäische Kommission am Freitag in Brüssel vorgestellt hatte.

    Der Kommission zufolge würden zwar einzelne Staaten und Regionen mehr betroffen, letztendlich würde jedoch unumgänglich die ganze EU-Wirtschaft negativ beeinflusst.

    Am Montag treffen sich die EU-Staats- und Regierungschefs mit dem türkischen Premier Achmet Davutoglu zum Sondergipfel zur Flüchtlingskrise. Sie wollen die Sicherung von Außengrenze zwischen Griechenland und der Türkei besprechen. Sollte dies nicht gelingen, könnten die EU-Länder dauerhafte Kontrollen an den Binnengrenzen wieder einführen. Hierzu warnt nun die EU-Kommission die Schengen-Staaten vor dem Gipfel vor den zu hohen Kosten eines derartigen Schrittes.

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    Tags:
    Wirtschaft, Grenzkontrolle, EU-Kommission, Europäische Union