22:30 25 September 2017
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    Ukraine: Kiew meldet 30 getötete Volksmilizen – Donezk dementiert

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    Die selbsterklärte Volksrepublik Donezk hat Informationen aus Kiew, das ukrainische Militär habe bei einem Gefecht in der vergangenen Nacht etwa drei Dutzend Volksmilizen getötet, als falsch zurückgewiesen.

    Am Samstagvormittag hatte Andrej Lyssenko, Beauftragter des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, in Kiew verkündet, die Regierungstruppen hätten bei einem Gefecht nahe Mariupol bis zu 30 Milizen getötet. „Durch abgestimmtes Vorgehen der Streitkräfte hat der Feind schwere Verluste davon getragen“, prahlte der Kiewer Politiker.

    Die Donezker Milizen wiesen diese Angaben jedoch umgehend zurück. „Die Informationen aus Kiew stimmen nicht. Wir haben in letzter Zeit keine solchen Verluste gehabt“, zitieren russische Medien Eduard Bassurin, den Vizechef der Donezker Volkswehr. Nach seinen Angaben hat das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden das Territorium der nicht anerkannten Donezker Volksrepublik allerdings 30 Mal aus Mörsern und Schützenpanzern beschossen. „Die Lage an der Trennlinie ist weiter angespannt“, sagte Bassurin.

    Die ukrainische Regierung hatte im April 2014 Truppen in die östlichen Kohlefördergebiete Donezk und Lugansk geschickt, nachdem diese den nationalistischen Staatsstreich vom Februar in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    Der Konflikt zwischen Regierungstruppen und örtlichen Volksmilizen im Osten des Landes, der laut jüngsten UN-Angaben bereits mehr als 9000 Todesopfer gefordert hat, ist noch immer nicht beigelegt worden. Seit September gilt in der Region eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder von beiden Seiten verletzt wird.

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    Tags:
    Mariupol, Donbass, Donezk, Ukraine
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