12:19 08 Dezember 2019
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    Angela Merkel und  Recep Tayyip Erdogan

    Erdogan kritisiert EU wegen ausgebliebener „Flüchtlings-Milliarden“

    © REUTERS / Tolga Bozoglu/Pool
    Politik
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    Der türkische Staatspräsident hat erneut Kritik an der Europäischen Union geübt: Die von der EU zugesagte Finanzhilfe ist immer noch nicht angekommen. Trotzdem hofft er nach eigenen Worten aber, dass sein Ministerpräsident Ahmet Davutoglu die drei Milliarden Euro während des EU-Gipfels holen wird.

    Heute findet in Brüssel ein EU-Sondergipfel unter Teilnahme der Türkei statt. Ankara erhofft sich von Brüssel das versprochene Hilfspaket von drei Milliarden Euro, die für den Unterhalt der Flüchtlinge auf dem türkischen Territorium ausgegeben werden sollen.

    „Wir haben für die Flüchtlingsunterbringung 10 Milliarden Dollar ausgegeben. Die EU versprach uns Beihilfe in Höhe von drei Milliarden Euro, doch die hat uns bislang niemand ausgehändigt. Es sind schon vier Monate vergangen, und sie geben weiter nur ihre Versprechen. Unser geehrter Ministerpräsident ist gerade in Brüssel. Ich hoffe, er kommt mit dem Geld zurück“, sagte Erdogan während einer Pressekonferenz in Ankara.

    Die Türkei habe aber ihrerseits bislang fast 100 000 Flüchtlinge aus Seenot gerettet.

    Zuvor hatten Brüssel und Ankara vereinbart, dass sich die Türkei für die Verteidigung der EU-Grenzen vor dem Migrantenansturm einsetzt. Dafür soll Ankara drei Milliarden Euro erhalten und wieder als EU-Beitritts-Kandidat betrachtet werden.

     

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    Tags:
    Flüchtlingsbeihilfe, Milliarden, Flüchtlingsproblem, Migranten, EU-Gipfel, Ahmet Davutoğlu, Recep Tayyip Erdogan, Europa, Türkei