14:08 09 August 2020
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    Korea-Konflikt flammt wieder auf (142)
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    Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un hält Nuklearwaffen für einen Garanten wirtschaftlicher Entwicklung des Landes, wie die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch mitteilte.

    „Als eine stolze Atommacht der Gegenwart besitzen wir feste Garantien für einen Durchbruch in der wirtschaftlichen Entwicklung und der Verbesserung des Lebensniveaus der Bevölkerung – ausgehend von einer mächtigen nuklearen Eindämmung“, zitiert KCNA Kim Jong-un.

    Der nordkoreanische Führer habe sich mit einheimischen Atomwaffenentwicklern getroffen und sie zur weiteren Arbeit an Atomwaffen aufgerufen – ungeachtet der Sanktionen des UN-Sicherheitsrates und einzelner weiterer Staaten.

    Südkoreanische Nachrichten auf dem Bahnhof von Seoul. Aufschrift: Nordkoreanischer Kernsprengkopf
    © AP Photo / Ahn Young-joon
    Südkoreanische Nachrichten auf dem Bahnhof von Seoul. Aufschrift: "Nordkoreanischer Kernsprengkopf"

    Hauptziel Nordkoreas bestehe laut Kim Jong-un in der „Eindämmung eines Atomkrieges“, so der KCNA-Bericht. „Je besser (Pjöngjangs  — Anm. der Red.) Fähigkeiten zu einem Atombombeneinsatz“ sind, desto mehr Möglichkeiten habe es, „eine Aggression und einen Atomkrieg aufzuhalten“.

    „Der richtigste und sicherste Weg dazu, das Land vorm Schrecken eines Atomkrieges zu bewahren, besteht in hartnäckiger quantitativer sowie qualitativer Aufstockung der Nuklearmacht“, so der nordkoreanische Machthaber weiter. 

    Darüber hinaus habe Kim Jong-un nach Angaben der KCNA bei dem Treffen mit den Atomwaffenentwicklern erklärt,  dass nicht nur die USA das Recht auf einen vorbeugenden Atomschlag haben. Nordkorea werde „ohne Bedenken den ersten Atomschlag führen“, wenn es eine Existenzgefahr für den Staat entstehe.  

    Die Situation auf der koreanischen Halbinsel spitzte sich nach dem von Nordkorea durchgeführten vierten Atomwaffentest und dem Start einer Weltraumrakete zu, die einen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn gebracht hatte. Vor dem Hintergrund der Entwicklung des nordkoreanischen Atomprogramms wird der jüngste Raketenstart weltweit als Test einer ballistischen Interkontinentalrakete eingeordnet.

    Früher war gemeldet worden, dass am Montag in Südkorea das Feldmanöver  „Foal Eagle“ und die Kommandoschulung „Key Resolve“ begonnen hatten. An diesen bis Ende April dauernden Militärübungen werden 300.000 südkoreanische und 15.000 US-Soldaten teilnehmen – doppelt so viele, wie im vergangenen Jahr. Für den Zeitraum der Übungen werden nach Südkorea zudem der atomgetriebene US-Flugzeugträger „John C. Stennis“, ein Atom-U-Boot und der Tarnkappenbomber B-2 Spirit verlegt. Nordkorea sieht die Manöver als Provokation.

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    Tags:
    Atomwaffen, Kim Jong Un, Südkorea, Nordkorea