SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    Migrationsproblem in Europa (1282)
    131305
    Abonnieren

    Ungarn hat wegen der faktischen Schließung der Balkanroute landesweit den Krisenzustand ausgerufen, wie dpa meldet.

    Innenminister Sandor Pinter begründete diesen Schritt damit, dass Slowenien, Kroatien und Serbien nur noch Flüchtlinge mit gültigen Papieren und Visum einreisen lassen.
    "Wir erklären wegen der Migration den Krisenzustand für das gesamte Land", sagte Pinter am Mittwoch in einer Pressekonferenz.

    Der Krisenzustand bedeutet mehr Rechte für die Polizei und dichtere Personenkontrollen. Bereits im vergangenen September, als täglich tausende Flüchtlinge aus den Nachbarländern Serbien und Kroatien ins Land kamen, hatte Ungarn den Krisenzustand ausgerufen. Allerdings galt dieser damals nur für die grenznahen Landesbezirke.

    Am Dienstag hat die Regierung Sloweniens eine Grenzschließung für Transitflüchtlinge ohne gültige Pässe und Visa angeordnet. Serbien erklärte daraufhin, die Balkanroute für Flüchtlinge sei damit praktisch geschlossen und führte ähnliche Maßnahme an seinen Grenzen zu Mazedonien und Bulgarien ein. Später schloss sich Kroatien der Grenzschließung an.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren
    Themen:
    Migrationsproblem in Europa (1282)

    Zum Thema:

    Balkanroute gesperrt: Drei Staaten für Flüchtlinge dicht
    EU will Balkanroute schließen
    Balkanroute ade: Griechenland räumt Grenzübergang nach Mazedonien von Flüchtlingen
    Tags:
    Grenzschließung, Balkanroute, Migranten, Europäische Union, Ungarn