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11:17 13 November 2019
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    Satellitenaufnahme von der Aufklärungs- und Analysefirma Stratfor

    Stratfor-Gründer: „Man muss auf einen Krieg gefasst sein“

    Airbus/Stratfor (Screenshot)
    Politik
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    Der Gründer des US-Analysezentrums Stratfor, George Friedman, hat in einem Interview für das Informationsportal „Business Insider“ auf die Notwendigkeit hingewiesen, „auf einen Krieg gefasst zu sein“.

    Laut dem Politologen hat es in der Geschichte noch kein Jahrhundert gegeben, in dem es nicht einen Systemkrieg, d. h. solch einen Krieg gegeben hätte, der „das gesamte bestehende System erschüttert“.

    Friedman erwähnte in diesem Zusammenhang den Siebenjährigen Krieg in Europa, die napoleonischen Kriege im 19. Jahrhundert und die großen Weltkriege. Er ging ferner auf den Ursprung eines Systemkrieges ein.

    Wenn die einen Länder, solche wie Deutschland, Russland und China, in Verfall geraten würden, würden andere an ihre Stelle treten. Die Gefährlichkeit dieser Situation bestehe darin, dass die neuen Länder noch „keine Balance erreicht“ haben, so der Chef der „US-Denkfabrik“.

    „Deutschland war im Jahr 1872 vereint worden, und es begann ein Inferno. Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Japan seine Macht verstärkt, und es kam zu einem Chaos“, so der Stratfor-Chef.

    „Also können wir jetzt einen Systemwandel beobachten. Seien Sie auf einen Krieg gefasst“, resümierte Friedman.

    In der geschilderten Situation sei nicht die Ablösung der einen Staaten durch andere, sondern vielmehr die Position gefährlich, die die neuen Staaten dabei einnehmen würden, so Friedman. Ihm zufolge könnten vor allem Japan, Polen und die Türkei an die Stelle von Staaten treten, die ihren Einfluss langsam verlieren. Der Experte sagte damit Konflikte im Nahen Osten und in Osteuropa sowie einen Seekrieg zwischen Japan und den USA voraus. Er merkte zugleich an, dass die  Wahrscheinlichkeit der Anwendung von Atomwaffen durch eines der Länder der Welt sehr gering sei.

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    Tags:
    Interview, Stratfor, George Friedman, USA