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01:23 17 Juli 2019
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    Bild von Slobodan Milošević

    Deutsche Menschenrechtlerin: Milošević-Prozess war beisspiellose Farce

    © AFP 2019 / Mikhail Pochuev
    Politik
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    Der Gerichtsprozess in Den Haag gegen den ehemaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milošević ist nach Ansicht der namhaften Menschenrechtlerin und Autorin Brigitte Queck eine beispiellose Farce gewesen.

    „Slobodan Milošević wurde in Den Haag durch den sogenannten internationalen Gerichtshof ein völlig unrechtmäßiger Prozess gemacht, der keine Legitimation von der Uno hatte“, äußerte sie in einem Sputnik-Interview. „Ein Prozess gegen einen Präsidenten eines souveränen Landes, der nichts getan hat, als seine Heimat zu verteidigen, ist  beispiellos.“

    In dem Interview, das aus Anlass der 10. Wiederkehr des Todestages von Milošević gewährt wurde, erklärte Queck, der ehemalige jugoslawische Präsident sei 2006 vor  dem Abschluss des Verfahrens umgebracht worden, so dass es zu keinem Urteil kam. „Diese Ungeheuerlichkeit darf nie vergessen werden.“

    Operation der NATO gegen die damalige Bundesrepublik Jugoslawien
    © AFP 2019 / Jean-Philippe Ksiazek

    Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien sei „seitens der USA und der Nato konstruiert“ worden, betonte die Vorsitzende der gesellschaftlichen Organisation „Mütter gegen den Krieg“. Als Folge sei heute in einem Teil des früheren Jugoslawiens, dem Kosovo, der größte Militärstützpunkt außerhalb des Territoriums der USA stationiert worden.

    „Das heißt, die USA sind damit näher an Russland hingetreten, um Kriege gegen Russland vorzubereiten.  Der inszenierte Prozess gegen Milošević diente nur einem Ziel, dass die USA einen weiteren Kontinent, nämlich Europa und andere Staaten, in ihre Gewalt bekommt“, so die Menschenrechtlerin.

    Das Gerichtsverfahren gegen Milošević hatte fast fünf Jahre gedauert und musste infolge des Todes des Angeklagten abgebrochen werden. Milosevic hat die Legitimität des Gerichtshofes in Den Haag nicht anerkannt, er hatte auf einen Anwalt verzichtet und sich selbst verteidigt. Im Februar 202 hielt Milošević in Den Haag eine lange Verteidigungsrede, in der er Dutzende Punkte der Anklage entkräftete. Er legte umfangreiches Foto- und Videomaterial vor, das Kriegsverbrechen der Nato beweisen sollte, darunter  Einsatz verbotener Waffenarten, bewusste Zerstörung nichtmilitärischer Objekte und zahlreiche Angriffe gegen die Zivilbevölkerung.

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    Tags:
    Internationaler Strafgerichtshof in Den Haag, Slobodan Milošević, USA, Russland, Jugoslawien