13:52 24 Februar 2020
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    Viele Kritiker sehen die außenpolitische Doktrin des US-Präsidenten Barack Obama als eine Serie strategischer Fehler an, durch die Russland die Oberhand im Nahen Osten gewonnen hat, schreibt das US-amerikanische Onlineportal „Defense One“.

    Die langwierigen Kriegskampagnen im Irak und Afghanistan hätten die USA viel Blut und Geld gekostet und konnten dabei wenig Erfolg vorweisen. Deshalb wollte Obama einen militärischen Eingriff in Syrien eher vermeiden. Dies hatte laut dem Autor seine Folgen: Die USA mussten ihre dominante Rolle bei der Aufrechterhaltung der Ordnung in einer sehr unruhigen Region aufgeben.

    Die Unentschlossenheit des US-Präsidenten habe alle Bedingungen dafür geschaffen, damit Russland im Nahen Osten die USA als führende Macht ablöst.

    Der russische Staatschef Wladimir Putin habe Obama damals das Dilemma einer bewaffneten Invasion in Syrien erspart, als er den syrischen Machthaber Baschar al-Assad 2013 überzeugte, den größten Teil seiner chemischen Waffen zu zerstören. Russland habe dann auch zur Regelung des iranischen Nuklearprogramms beigetragen.

    Die Kritiker in Washington halten die Doktrin Obamas dem Autor zufolge für eine Serie strategischer Fehler. Russland und der Iran hätten das Vakuum gefüllt, das Amerika in der Region hinterlassen hat. Viele sehen diese Doktrin als einen Verrat der amerikanischen moralischen Werte. Daher sei nicht überraschend, dass viele Nahost-Länder sich dem Kreml zugewandt haben.

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    Tags:
    Invasion, Syrien, Iran, Irak, Naher Osten, Russland, USA