12:30 22 Oktober 2020
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    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat Bedauern geäußert in Bezug auf Medienberichte über die Empfehlungen der EU, keine russischen Staatsanleihen zu kaufen. Diese Maßnahmen seien ungerechtfertigt.

    „Man kann nur sein Bedauern äußern. Die Verengung des Raums für eine wirtschaftliche Kooperation durch politischen Druck geht über unseren Verstand und kann kaum als vernünftig angesehen und als begründet wahrgenommen werden“, sagte Peskow gegenüber Journalisten.

    Die Zeitung „Financial Times“ (FT) hatte am Vortag unter Berufung auf eigene Quellen berichtet, dass EU-Vertreter die europäischen Banken dazu aufrufen, bei russischen Anleihe-Emissionen nicht mitzubieten. Obwohl die EU-Sanktionen gegen Russland dies nicht direkt verbieten, sollen die europäischen Beamten die US-Warnung wiederholt haben, nach der Geldmittel aus Emission von Wertpapieren zweckfremd eingesetzt werden könnten, so FT.

    Der russische Staatshaushalt sieht für 2016 die Möglichkeit ausländischer Kredite bis zu einer Summe von drei Milliarden US-Dollar vor. Das letzte Mal hatte Russland im September 2013 vier Tranchen Eurobonds im Gesamtwert von sieben Milliarden US-Dollar auf den ausländischen Kapitalmärkten ausgeschüttet.

    Das russische Finanzministerium legte 25 ausländischen und drei russischen Banken Angebote zur Verteilung der russischen Eurobonds in diesem Jahr vor. Eingeladen wurden hierzu europäische und chinesische Banken, und auch mehrere US-Finanzorganisationen wie die Bank of America, Citigroup, Goldman, JPMorgan und Morgan Stanley. Einige Vertreter der Citigroup sagten, dass sie nicht an der Versteigerung teilnehmen werden. Goldman und JPMorgan wollten die Varianten noch prüfen.

    Zuvor hatte die US-Regierung mehrere US-Großbanken gebeten, sich nicht an Transaktionsgeschäften mit russischen Bankanleihen zu beteiligen, da dies der Sanktionspolitik gegen Russland zuwiderlaufen könnte.

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    Tags:
    Eurobond, Staatsanleihe, Dmitri Peskow, Russland, Europäische Union