10:04 17 Januar 2019
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    Russischer Kampfjet Su-34 auf Luftwaffenstützpunkt Hmeimim, Latakia, Syrien

    Trotz Abzug: Russland fliegt weiter Angriffe gegen IS in Syrien

    © Foto : Russian Defence Ministry
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    Trotz des eingeleiteten Truppenabzugs setzt Russland laut dem Verteidigungsministerium seine Luftangriffe gegen Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) und andere Terrororganisationen in Syrien vorerst fort.

    „Die russische Fliegergruppe (in Syrien – d. Red.) hat die Aufgabe, weitere Schläge gegen die Objekte der Terroristen zu fliegen“, teilte der russische Vize-Verteidigungsminister Nikolai Pankow am Dienstag auf dem Flugplatz Hmeimim im syrischen Latakia mit.

    Mit Blick auf den von Präsident Wladimir Putin verordneten Teilabzug aus Syrien sagte Pankow, der russische Einsatz habe positive Ergebnisse gebracht: „Es gibt nun eine reale Chance, die jahrelange Konfrontation und Gewalt zu beenden.“

    Zugleich betonte der Vizeminister: „Es ist noch verfrüht, von einem Sieg über den Terrorismus zu sprechen.“ Deshalb würden die Luftangriffe fortgesetzt.

    Russlands Staatschef Wladimir Putin hatte am Montag ankündigt, dass der Großteil der russischen Streitkräfte ab Dienstag aus Syrien abgezogen werde. „Die Aufgabe, die dem Verteidigungsministerium und den Streitkräften gestellt wurde, ist im Großen und Ganzen erfüllt“, begründete der Kremlchef die Entscheidung. Er hoffe, der Beschluss sei für alle Seiten ein Signal und dass dadurch „das Vertrauensniveau bei allen Beteiligten des Friedensprozesses erheblich steigen“ werde.

    Russland will jetzt eine größere Rolle im Friedensprozess spielen. Die verbleibenden Truppen sollen „die wichtige Funktion der Kontrolle über die Feuereinstellung“ übernehmen und zur Entstehung von Bedingungen für den Friedensprozess beitragen, hieß es.

    Die russische Luftwaffe hatte seit Ende September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen Stellungen der Terrororganisationen Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS), al-Nusra-Front und anderer in Syrien geflogen. Diese Terrorgruppen hatten in den vergangenen Jahren weite Teile des vorderasiatischen Landes erobert. Mit Hilfe der russischen Luftwaffe konnte die syrische Regierungsarmee die Dschihadisten aus vielen Orten vertreiben.

    Seit dem 27. Februar gilt in Syrien eine Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und bewaffneten Rebellen. Die von Russland und den USA vermittelte Feuerpause nimmt Angriffe auf die vom UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestuften Gruppen aus. Zudem hat das russische Militär lokale Waffenstillstände zwischen Rebellen und Behörden vermittelt. Ein Aussöhnungszentrum auf dem russischen Stützpunkt in Latakia hat dabei eine große Rolle gespielt.

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    Syrien, Russland