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22:42 19 August 2019
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    Erste Staffel russischer Kampfjets aus Syrien heimgekehrt

    Assad-Beraterin nicht überrascht: Abzug russischer Luftwaffe mit Damaskus abgestimmt

    © Sputnik / Igor Kovalenko
    Politik
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    Russland vs. Islamischer Staat (889)
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    Die Entscheidung über die Reduzierung der russischen Fliegerkräfte in Syrien „kam für Damaskus nicht unerwartet“, wie die Beraterin des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, Busseina Shaaban, im Gespräch mit dem TV-Kanal Al Mayadeen erklärte. Dieser russische Schritt habe „bei der syrischen Regierung keinerlei Besorgnis ausgelöst“.

    „Die Versuche, Moskaus Handlungen als Druckmittel gegen Damaskus darzustellen, entbehren jeglicher Grundlage. Russlands Entscheidung wurde nach Konsultationen mit der Führung Syriens und unter Berücksichtigung der Situation an den Fronten getroffen“, erklärte Shaaban. Syrien bewahre sich seine unabhängige Entscheidungsfreiheit und „Russland bleibt sein Bündnispartner und Freund“.

    „Niemand kann Syrien und seinem Volk Vereinbarungen aufzwingen, die die syrische Regierung nicht billigt“, betonte die Beraterin des Präsidenten und erinnerte gleichzeitig daran, dass „die Führung der Arabischen Republik Syrien von Anfang an für die Suche nach einer politischen Regelung“ eingetreten sei.

    „In der Politik ist alles möglich“, so Shaaban. Darum sei auch gut möglich, dass „in den syrisch-amerikanischen Beziehungen eine neue Etappe beginnen“ könnte. Dabei merkte sie an, dass „die Regierung in Damaskus alles unternehmen wird, was den Interessen Syriens  und seiner Zukunft nützt“.

    Erste Gruppe russischer Kampfjets verlässt Syrien
    © Foto : Ministry of defence of the Russian Federation

    Gleichzeitig wies Shaaban entschieden jegliche Gespräche über eine mögliche Föderalisierung Syriens zurück. „Wir sind nicht dafür in diesen Krieg eingetreten, damit von unserem Land ein Teil seines Territoriums abgetrennt wird“, erklärte sie.

    Für Damaskus seien nun „neue positive Momente“ zwischen Russland und den USA im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat (IS, Daesh, in Russland verboten) wichtig. „Nach Russlands Entscheidung über die Reduzierung der Luftwaffentruppen in Syrien sind die Vereinigten Staaten verpflichtet, Druck auf ihre regionalen Bündnispartner auszuüben, damit der nach Syrien fließende Waffenstrom gestoppt und die Unterstützung für Terroristengruppen eingestellt wird“, erklärte sie.

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    Tags:
    Truppenabzug, Busseina Shaaban, Baschar al-Assad, Wladimir Putin, Syrien, Russland