09:35 18 Oktober 2017
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    Die russische Außenamtssprecherin Maria Sacharowa

    Moskau: Syrien kein „neues Afghanistan“ – westliche Informationskampagne gescheitert

    © Sputnik/ Alexei Kudenko
    Politik
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    Regelung der Syrien-Krise (2016) (515)
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    Die Versuche westlicher Medien, das Vorgehen der russischen Luftwaffe in Syrien als ein „neues Afghanistan“ darzustellen, sind gescheitert, wie Marija Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, gegenüber dem Radiosender „Goworit Moskwa“ sagte.

    „Wir müssen begreifen, dass es eine gut organisierte Informationskampagne war. Sie verfolgte das Ziel, alle Vorgänge der russischen Luftwaffe als ein ‚neues Afghanistan‘ darzustellen, weil dies sehr  schmerzhaft für praktisch jeden von uns ist“, so Sacharowa. „Andererseits ist diese Kampagne natürlich gescheitert“, fügte die Sprecherin hinzu. 

    Diese Herangehensweise entspricht Sacharowa zufolge kaum einem echten Journalismus.

    Sacharowa betonte, die russische Luftwaffe in Syrien habe ausschließlich im Interesse Russlands und des internationalen Anti-Terror-Kampfes agiert.

    „Wir haben niemanden gestärkt, außer die Stellungen der von Damaskus geleiteten, offiziellen syrischen Armee bei ihrem Kampf gegen die Terrorgruppierungen. Vor allem haben wir uns dort (in Syrien – Anm. d. Red.) für uns selbst aufgehalten. Man muss das klar begreifen. Es geht hier um einen Pragmatismus, der weder dem Patriotismus noch irgendetwas anderem widerspricht“, sagte Sacharowa. 

    Ihrer Ansicht nach wird sich die Position des jetzigen syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad nach dem russischen Truppenabzug aus Syrien nicht abschwächen. Die politische Regelung in Syrien sei nicht theoretisch, sondern unmittelbar am Verhandlungstisch in Gang gebracht worden.

    „Wir haben einen Kommunikationskanal zwischen den Militärs und den USA eingerichtet, der akute Fragen vor Ort lösen kann“, erinnerte sie.     

    Erste russische Kampfjets verlassen Syrien
    © Foto: Ministry of defence of the Russian Federation
    Am Montagabend hatte Präsident Putin das Verteidigungsministerium in Moskau angewiesen, den größten Teil der russischen Truppen aus Syrien abzuziehen. Die russische Armee habe die ihr gestellten Aufgaben im Großen und Ganzen erfüllt. Putin äußerte die Hoffnung, dass der Truppenabzug allen Konfliktparteien ein gutes Signal senden und zur friedlichen Beilegung des Konfliktes beitragen werde. 

    Russlands Vize-Verteidigungsminister Nikolaj Pankow hatte am Vortag versichert, dass Russland trotz des eingeleiteten Truppenabzugs seine Luftangriffe gegen Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) und andere Terrororganisationen in Syrien vorerst fortsetzen werde.

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    Tags:
    Informationskampagne, Truppenabzug, Terrormiliz Daesh, Goworit Moskwa, Nikolaj Pankow, Maria Sacharowa, Baschar al-Assad, Wladimir Putin, Syrien, Russland
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