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    Truppenrückkehr Russischer Kampfjets aus Syrien

    The National Interest: Top-5-Versionen über Russlands Teilabzug aus Syrien

    © Sputnik / Igor Kovalenko
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    Gleich nach der Ankündigung des russischen Truppenabzugs durch Präsident Wladimir Putin haben sich westliche Medien gegenseitig mit Vermutungen über die Motive hinter der Entscheidung überboten. Das US-Magazin „The National Interest“ hat die häufigsten Versionen zusammengestellt.

    Am häufigsten sei die Erklärung zu lesen, Russlands Mission in Syrien sei erfüllt: „Die einfachste auf Expertenmeinungen beruhende Version ist, dass der im September begonnene russische Einsatz ursprünglich als eine befristete Operation geplant war“, schreibt das US-Journal.

    Zudem habe sich die politische Dynamik des syrischen Friedensprozesses verändert. Von einem Rücktritt Assads als einer Vorbedingung für die friedliche Regulierung der Situation im Nahen Osten sei, so das Magazin, praktisch keine Rede mehr.

    Ein weiterer Erklärungsansatz laute, Moskau wolle den Militäreinsatz auf dem Höhepunkt des Erfolges beenden: „Russlands Engagement im Syrien-Konflikt hat das Image des Kremls nicht nur im Nahen Osten, sondern in der ganzen Welt entscheidend verändert. Das russische Militär hat gezeigt, dass es fähig ist, Einsätze außerhalb der eigenen Landesgrenzen durchzuführen, weswegen Moskau die Lage in Syrien verändern kann – ungeachtet dessen, was Washington, Brüssel, Riad oder Ankara sich wünschen“, heißt es im Artikel.

    Weitere westliche Kommentatoren erkannten hinter dem Teilabzug Moskaus die Absicht, die „Afghanistan-Falle“ zu umgehen: „Als Russland angefangen hatte, seine Kräfte in Syrien zu stationieren, haben die Geldgeber der syrischen Opposition nach einer Möglichkeit gesucht, Syrien für Russland in ein zweites Afghanistan zu verwandeln“, schreibt The National Interest.

    Doch: Dieses Szenario sei nicht realisiert worden. Trotz der westlichen Skepsis habe sich die Lage in Syrien stabilisiert.

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    Опубликовано Sputnik Deutschland 16 марта 2016 г.

    Auch den Wunsch Moskaus, die Beziehungen mit Saudi-Arabien nicht zu belasten, würden westliche Journalisten hinter der Entscheidung vermuten: „Moskau hat demonstriert, für eine friedliche Regulierung, bei der die Interessen aller einschließlich Riads berücksichtigt würden, weiterhin offen zu sein“, schreibt das Magazin.

    Eine weitere Ursache für den Teilabzug der russischen Flugzeuge aus Syrien sei Russlands Wille zu signalisieren, dass die Unterstützung nicht ewig dauern könne: „Umso mehr als dass Assad mit dem einsetzenden Erfolg seiner Armee weniger Verhandlungsbereitschaft zeigt. Also erinnerte Moskau daran, dass es das Ziel einer friedlichen Regulierung des Syrien-Konflikts verfolgt.“

    Fotos: So verlief Russlands Luftwaffeneinsatz in Syrien

    Die russische Syrien-Mission hat im September 2015 begonnen und dauerte fünf Monate. Die Erfüllung des Auftrags oblag den Luft- und Weltraumstreitkräften der Russischen Föderation. Während der gesamten Missionsdauer flogen die Streitkräfte mehr als 9.000 Kampfeinsätze, wobei Infrastrukturobjekte des Islamischen Staats sowie dessen Anlagen zum Öltransport, zur Ölförderung und —verarbeitung zerstört worden sind. Am Abend des 14. März erteilte Wladimir Putin den Befehl, mit dem Abzug der russischen Gruppe aus Syrien zu beginnen: Die dem russischen Verteidigungsministerium gestellte Aufgabe ist erfüllt.

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    Tags:
    The National Interest, Syrien, Russland