02:21 03 Dezember 2020
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    Russlands Außenministerium hat renommierte internationale Organisationen dazu aufgerufen, ihre Einschätzungen zum Gedenkmarsch der lettischen Waffen-SS-Einheiten am Mittwoch in Riga anzugeben, wie die offizielle Behördenwebseite mitteilt.

    „Wir rufen internationale Fachorganisationen auf, darunter  das Amt des Hohen Menschenrechtskommissars, den Sonderberichterstatter über moderne Formen des Rassismus beim UN-Menschenrechtsrat, den Hohen OSZE-Kommissar für nationale Minderheiten, das Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte bei der OSZE, den Europarat sowie angesehene nichtstaatliche Menschenrechtsorganisationen, die Geschehnisse in Lettland zu bewerten und einen effektiven Einfluss auf die Behörden des Landes auszuüben“, heißt es in der Mitteilung. 

    Zuvor war mitgeteilt worden, dass der Oberbürgermeister von Riga, Nils Ušakovs, den Stadtbewohnern dafür gedankt habe, dass weniger Leute als in den vergangenen Jahren am Aufmarsch der ehemaligen SS-Legionäre teilgenommen hatten. 

    Die lettische SS-Legion wurde während des Zweiten Weltkriegs vom deutschen Kommando aus zwei Grenadierdivisionen gebildet. Der 16. März erinnert an die erste große Konfrontation der lettischen SS-Verbände mit sowjetischen Truppen am nordwestrussischen Fluss Welikaja in der Nähe von Pskow.

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    Tags:
    SS-Aufmarsch, ODIHR, Europarat, OSZE, Außenministerium Russlands, Nils Ušakovs, Lettland, Russland