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    Die Streitkräfte der Republik China

    „Washington Post“: Zwischen USA und China droht gefährlicher Konflikt

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    China und USA auf Konfrontationskurs (73)
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    Die USA und China steuern im Südchinesischen Meer auf einen ernstzunehmenden Konflikt zu, schreibt der Kolumnist der „Washington Post“, David Ignatius.

    „Dieser Konflikt ist sehr gefährlich, weil der US-Präsident, der seine Fähigkeit demonstrieren muss, ein starker Präsident zu sein, auf einen risikobereiten chinesischen Führer stößt, der bereits seine abschätzige Einstellung gegenüber der Militärstärke der USA demonstriert hat“, so Ignatius.

    Die Spannungen in der Region nahmen in den vergangenen drei Jahren zu, als China künstliche Inseln nahe der Spartly-Inselgruppe errichtete, die von mehreren Ländern beansprucht wird.

    Die chinesischen Streitkräfte stationierten auf ihren neuen Inseln zum Ärger Washingtons Raketen und Radaranlagen. In den Gewässern um die Inseln patrouillieren Militärschiffe. 

    Laut Ignatius könnte die Lage im Frühjahr an einen kritischen Punkt gelangen. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag soll eine Klage der Philippinen gegen China in Bezug auf die umstrittenen Inseln erörtern. Der Beschluss wird wohl nicht zugunsten Chinas ausfallen. Peking weigert sich, das Recht des Internationalen Gerichtshofs anzuerkennen, Beschlüsse über die Territorialstreitigkeiten im Südchinesischen Meer zu treffen.

    Einige Experten meinen, dass Peking eine Flugabwehr-Beobachtungszone über dem Südchinesischen Meer einrichten könnte, die ein Flugverbot ohne Genehmigung Chinas bedeuten würde. „Das kann eine neue gefährliche Provokation gegenüber Washington ergeben“, so Ignatius.

    Chinas Staatschef Xi Jinping sicherte Obama während seines vorjährigen Besuchs die Bereitschaft Pekings zu, mehr Zurückhaltung im Südchinesischen Meer zu zeigen. Doch die jüngsten Schritte Pekings zeigen das Gegenteil. Im Februar wurde berichtet, dass das chinesische Militär auf einer Insel dieser Gruppe anscheinend Flugabwehranlagen stationiert hat.

    Deswegen wappnet sich Washington gegen eine Konfrontation. Im Weißen Haus wird sogar die „Auge um Auge“-Strategie erörtert, bei der die USA Ländern wie den Philippinen und Vietnam helfen und eigene künstliche Inseln im umstrittenen Gewässer bauen werden.

    „Das ist nicht Pearl Harbor“, sagt Kurt Campbell, ehemaliger Staatssekretär für Asien im US-Außenministerium. Aber wenn die Beteiligten auf allen Seiten nicht vorsichtig seien, könnte es zu einer Reihe von Kalkulationsfehlern kommen, so Campbell.

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    Tags:
    Kurt Campbell, Barack Obama, Xi Jinping, USA, China