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01:23 15 Oktober 2019
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    Der russische Luftwaffenstützpunkt Hmeimim im nordsyrischen Latakia

    Assad setzt weiter auf russische Militärpräsenz

    © Foto : Russian Defence Ministry
    Politik
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    Syriens Präsident Baschar al-Assad hat sich für eine weitere Präsenz des russischen Militärs in seinem Land ausgesprochen und dabei eine Stationierung von Militärbasen anderer Staaten völlig ausgeschlossen.

    Studenten der Al-Baath University im syrischen Homs demonstrieren ihre Unterstützung für russischen Lufteinsatz in Syrien (Archivbild)
    © Sputnik / Dmitriy Vinogradov
    Auch wenn sich die Sicherheitslage stabilisieren würde, benötige Syrien weiter russische Streitkräfte, „denn sie sind wirksam im Kampf gegen den Terrorismus“, sagte Assad in einem Exklusivinterview für Sputnik. Nach seiner Einschätzung ist die russische Militärpräsenz in Syrien mittlerweile ein Muss, denn sie sorgt für das Kräftegleichgewicht in der Welt. 

    Militärstützpunkte weiterer Staaten in Syrien schloss Assad völlig aus. „Ich spreche nur von Russland und von keinen anderen Staaten“, sagte er. „Denn unsere Beziehungen mit Russland basieren seit mehr als 60 Jahren auf Vertrauen und Transparenz…Deshalb sind russische Militärbasen in Syrien keine Okkupation, sondern sie bedeuten eine engere Freundschaft, mehr Stabilität und Sicherheit.“

    Die russische Luftwaffe hatte seit Ende September auf Bitte der Regierung in Damaskus Angriffe gegen Stellungen der Terrororganisationen Daesh, al-Nusra-Front und anderer in Syrien geflogen. Diese Terrorgruppen hatten in den vergangenen Jahren weite Teile des vorderasiatischen Landes erobert. Mit Hilfe der russischen Bomber, die Hmeimim in Latakia als Stützpunkt nutzen, konnte die syrische Regierungsarmee die Dschihadisten aus vielen Orten vertreiben.

    Vor zwei Wochen ordnete Russlands Staatschef Wladimir Putin an, den Großteil der russischen Streitkräfte aus Syrien abzuziehen. „Die Aufgabe, die dem Verteidigungsministerium und den Streitkräften gestellt wurde, ist im Großen und Ganzen erfüllt“, begründete der Kremlchef die Entscheidung.

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    Tags:
    Baschar al-Assad, Russland, Syrien