02:48 19 September 2020
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    Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko ist der Auffassung, dass ein paar Schritte der USA zur Beilegung des Konfliktes im Osten der Ukraine ausreichen würden, um die dortigen Kriegshandlungen zu stoppen.

    „Wenn die USA den Krieg in der Ukraine morgen beenden wollen und einige Schritte in diese Richtung tun, dann wird mit dem dortigen Gemetzel Schluss sein“, sagte Lukaschenko bei einem Treffen mit dem stellvertretenden Berater des US-Verteidigungsministers Michael Carpenter in Minsk. „Ohne die USA ist es unmöglich, die Situation hier in der Ukraine und andere Tendenzen auszugleichen“, so Lukaschenko.

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    © Sputnik / Valery Melnikov
    Er habe diese Position wiederholt öffentlich dargelegt, auch vor dem Gipfel der Normandie-Vier in Minsk. "Ich habe vorgeschlagen, die USA zur Beilegung der Krise heranzuziehen. Die Zeit hat gezeigt, dass ich Recht hatte“, so der weißrussische Staatschef.

    Zu den Sicherheitsproblemen in Europa sagte Lukaschenko, die Herausforderungen, mit denen Osteuropa heute konfrontiert sei, „können, wenn nicht heute, so doch morgen die Situation in Europa insgesamt beeinflussen“. 
    Die USA erweisen Kiew Militärhilfe, die sich heute vorerst in der Versorgung mit Uniformen, Ausrüstung, aber keinen „letalen Waffen“, zeigt. Außerdem werden Angehörige der Nationalgarde der Ukraine von US-amerikanischen Instruktoren im Westen des Landes ausgebildet.

    Nach Angaben der US-Botschaft in der Ukraine haben die USA seit dem Beginn des Donbass-Konflikts über 260 Millionen US-Dollar, Kriegsgerät und Ausrüstung inbegriffen, an Kiew bereitgestellt. Jeb Bush, einer der Präsidentschaftskandidaten der Republikanischen Partei, hat bereits dazu aufgerufen, die Ukraine weiter auszurüsten und das Land bei der Ausbildung der Streitkräfte weiter zu unterstützen.

    Der Konflikt in der Ukraine stellt laut Lukaschenko auch für Weißrussland eine Bedrohung dar, da große Waffenmengen ins Land kommen könnten. „Spricht man von neuen Bedrohungen in Bezug auf die Ukraine, so geht es dabei zwar nicht um Terrorismus, so doch um die Überflutung Weißrusslands mit Waffen von ukrainischer Seite“, so Lukaschenko. Ihm zufolge werden derartige Fakten von den weißrussischen Sicherheitsorganen immer wieder registriert.

    Die ukrainischen Behörden hatten im April 2014 eine Militäroperation gestartet, um die Protestbewegung in der Ostukraine gegen den Staatsstreich im Februar in Kiew zu unterdrücken. Laut UN-Angaben sind seit dem Ausbruch des Konfliktes mehr als 9.000 Menschen getötet worden.

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    Tags:
    Alexander Lukaschenko, Ukraine