05:15 23 März 2017
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    Russischer Kampfjet Su-34 auf dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim, Latakia, Syrien

    Assad: Syrer gegen Abzug des russischen Militärs

    © Foto: Russian Defence Ministry
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    Die Syrer sind nicht an einem Ende der militärischen Präsenz Russlands in Syrien interessiert, wie der syrische Präsident Baschar Assad in einem Interview für Sputnik sagte.

    Der Syrien-Beauftragte der Uno, Staffan de Mistura, hatte nach der dritten Runde der innersyrischen Verhandlungen den Seiten der Genf-3-Gespräche unter anderem vorgeschlagen, den Aufenthalt eines ausländische Militärkontingentes in Syrien für unzulässig zu erklären.

    Wie Assad dazu äußerte, ist es das Recht eines jeden souveränen Staates, ausländisches Militärkontingent auf sein Territorium einzuladen. Wie er glaube, „ist die syrische Öffentlichkeit nicht daran interessiert ist, dass die Unterstützung durch Russland jetzt oder in Zukunft eingestellt und das russische Militärkontingent infolgedessen abgezogen wird“.

    Die zahlenmäßige Stärke des auf dem Luftwaffenstützpunkt Hmeimim stationierten russischen Militärkontingents „muss den Aufgaben, die dieses Militärkontingent ausführt, sowie der Ausbreitung des Terrorismus in Syrien proportional

    Russlands Luftwaffe wirft humanitäre Hilfsgüter in Syrien ab
    © Sputnik/ Russian Defence Ministry Press Service
    angepasst sein“, so Assad.

    „Der Terrorismus ist noch stark. Es kommen noch immer Freiwillige aus dem Ausland. Die Türkei unterstützt weiter den Terrorismus, das Gleiche tun Saudi-Arabien und andere Staaten. Deshalb darf die Personalstärke des auf dem Luftwaffenstützpunkt stationierten Militärkontingents nicht geringer sein, als für den Kampf gegen den Terrorismus nötig ist“, sagte der syrische Präsident.

    Assad verwies weiter darauf, dass die russische Luftwaffe in den sechs Monaten seit Beginn des Einsatzes in Syrien geschafft hat, dass sich die Terroristen zurückzuziehen, vor allem der Daesh (Islamischer Staat, IS). „Die Russen haben unserer Meinung nach große Erfolge erzielt, besonders im Militärbereich, auf dem Schlachtfeld, und dem Terrorismus eine empfindliche Niederlage zugefügt“, sagte Assad.

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    Baschar al-Assad, Syrien